Fun with Maps (Teil 10) – Karten selbstgemacht

Wird mal wieder Zeit, über den Fun zu schreiben, den ich mit Maps habe. Diesmal mit selbstgemachten Karten. Habe ja die Freude, für das neue Buch meines Professors über 1066 – Der Kampf um Englands Krone die Karten zu erstellen. Wem das nicht viel sagt: 1066 eroberten die Normannen unter Wilhelm dem Eroberer (andere nannten ihn den „Bastard“, das war aber keine gute Idee, Wilhelm war was das betrifft eher ein Erdogan) England. Dafür braucht man natürlich feine Karten.

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Zwar habe ich schon für die Masterarbeit Karten gemacht, aber im Vergleich sind die doch ziemlich primitiv. Daher musste ich mir im Eiltempo einige neue Skills mit QGIS aneignen, und die letzten Tage bin ich ein wenig darin versackt. Gestern hab ich um 2:16 nachts aufgehört, heute habe ich auch bis auf einen Vortrag, den ich mir abends an der Uni über die Tabula Peutingeriana (eine spätantike „Straßenkarte“ des römischen Reichs) angehört habe, auch nichts anderes gemacht. Lohnt sich aber, ich werde gut. Mehr Karten braucht die Welt!

Habe erst vor einem halben Jahr mit GIS angefangen, wusste vorher gar nicht, dass es das gibt. Und erst vor ein paar Monaten, eigene Infos da rein zu packen – Ende Januar wurde mir das erstmals an der Uni gezeigt. Für die kurze Zeit mit dem Programm sind die Ergebnisse wirklich nicht schlecht – ich sollte mal ein Tutorial machen :D

Hier zwei der Karten – 4 oder 5 habe ich inzwischen soweit fertig, von insgesamt 8.

Karte Nr. 1: Soll zeigen, wo so zwischen 850 - 1020 Wikinger in England niedergelassen haben (Gott, haben die da die Sau rausgelassen.. Party all night long)
Karte Nr. 1: Soll zeigen, wo sich zwischen 850 – 1020 Wikinger in England niedergelassen haben (Gott, haben die da die Sau rausgelassen.. Party all night long)
Schlacht von Hastings 1066: Hier hat Wilhelm der Eroberer den armen angelsächsischen König Harold (eine sehr tragische Figur) vernichtend geschlagen.
Schlacht von Hastings 1066: Hier hat Wilhelm der Eroberer den armen angelsächsischen König Harold (eine sehr tragische Figur) vernichtend geschlagen. Die Karte zeigt die Topographie vor Ort.

Eigentlich ist es gar nicht schwer, solche Karten zu machen. Im Gegensatz zu Blender bekommt man da relativ schnell recht professionell ausschauende Grafiken. Besonders toll ist es, dass es wichtiges Startmaterial, wie Küstenlinien, eingezeichnete Städte, Flüsse usw. schon kostenlos zum Runterladen gibt. Die Kunst ist es dann, alles für die eigenen Bedürfnisse anzupassen. In meinem Fall haben mir die runtergeladen Grenzen, Länderbezeichnungen und Städte nicht viel geholfen, da vieles davon um 1000 noch gar nicht da war. Da war also doch viel Handarbeit gefragt und ich habe fast alle Städte und Grenzen selbst eintragen müsen.

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