Arnold Esch – Zwischen Antike und Mittelalter

Dieses Buch bietet mit Fokus auf das römische Straßensystem einen sehr interessanten, reich bebilderten Einstieg in die Geschichte der Übergangszeit zwischen Römischem Reich und Mittelalter. Hier habe ich selbst sehr viel praktisches Wissen sowohl über die Zeitepoche, als auch über die Spurensuche im Gelände gelernt :D

Die Darstellung Kleopatras in Assassins Creed Origins

Heute geht es wieder um Assassins Creed Origins, und zwar genauer um das Bild der Kleopatra, das hier vermittelt wird. Dazu habe ich kürzlich den Beitrag „Mainstream statt Quellenkritik“ gelesen. Hier bemängelt Autor Dom, der selbst Archäologie studierte, dass vor allem das Aussehen Kleopatras, aber auch ihr Charakter „mal wieder“ viel zu stereotypisch dargestellt wird – so, wie man sie schon aus unzähligen Filmen kennt. Ubisoft würde sich nicht nach den historischen Quellen richten. Stimmt das? Denn Dom lässt eine wichtige Gattung historischer Quellen außen vor: Die Schriftquellen. Diese Seite möchte ich heute beleuchten und damit halb auch Dom auf sein Posting antworten.

Von Indiana Jones, Archäologen und modernen Schatzsuchern

Selten sind die Fronten zwischen Fachleuten und Laien, die beide Interesse am selben Objekt haben, derart verhärtet wie zwischen Archäologen und Sondengängern mit ihren Metalldetektoren. Das Reizwort für die Archäologen lautet „Schatzsuche“, während Sondler sich häufig zu Unrecht kriminalisiert sehen. Dieser Beitrag behandelt diese tiefe Kluft – als “nicht aktive” Bachelor-Archäologin und wegen meiner Hohlweg-Videos mit vielen Sondler-Abonnenten auf YouTube befinde ich mich irgendwie mitten zwischen den Stühlen und darf mir daher ein Statement erlauben :D

Ausstellung in Ladenburg: Römer, Alemannen und Franken!

Heute darf ich mal was ankündigen bzw. ein wenig die Werbetrommel rühren: Ab dem 14. Oktober 2017 wird im Ladenburger Lobdengau-Museum wieder eine historische Ausstellung zu sehen sein: Große Welten – Kleine Welten. Sie behandelt die Zeit zwischen Römern und Karolingern im Lobdengau, also Ladenburg und der Region drumherum. Zwar war ich nicht, wie früher im Denkwerk-Projekt, direkt bei der Planung involviert, habe aber dennoch sporadisch ein wenig mitgearbeitet: Ein 3D-Modell und einige Karten für den Begleitband zur Ausstellung, LARES II, kommen von mir.

Der Verlauf von Straßen von der Römischen Zeit bis ins Mittelalter

Straßen sind für uns selbstverständlich, sie bringen uns schnell von A nach B. Ist ein Berg im Weg, fahren wir durch einen Tunnel. Brücken überspannen weite Täler. Und so führen Straßen möglichst schnell zum Ziel. Das war aber nicht immer so. Andere Zeiten hatten andere Ziele und andere Möglichkeiten und daher auch andere Anforderungen an den Verlauf von Straßen. Dass über Jahrhunderte viele Straßen sogar absichtlich auf Bergen statt im Tal verliefen, kann man sich kaum vorstellen.

Via Iulia Augusta

Die römische Straße Via Iulia Augusta war Teil des berühmten und sehr effektiven römischen Straßennetzes (» Übersicht römischer Straßen auf Basis der spätantiken Tabula Peutingeriana). Sie führte, errichtet 13 v. Chr., entlang der ligurischen Küste nach Gallien und weiter nach Spanien und bildete somit eine Verbindung auf die andere Seite der Alpen. Zumindest teilweise war sie gepflastert – die Pflasterung ist teilweise außergewöhnlich gut erhalten und kann hier bei Albenga, dem antiken Albingaunum, begangen werden. Insgesamt kann man mehrere Kilometer auf der antiken Straßentrasse Richtung Alassio laufen. Entlang der Straße findet man mehrere römische Monumente, vor allem Reste von Grabmälern.

Fun with Maps (Teil 1)

Ich war schon immer ein großer Fan von Landkarten. Man sieht dort so viel Interessantes! Seit Google Maps / Google Earth mit Luftbildern kann man sogar noch mehr Zeit damit verbringen, sich das Land genau anzuschauen. Gibt es was Schöneres, als den Verlauf eines Aquäduktes auf den Satellitenbildern zu verfolgen und zu markieren, damit man es immer wieder findet? Zufällig gibt es dazu gerade sogar drei Neuigkeiten :D

Vergleich der Serie „Rome“ mit der historischen Wirklichkeit

Die Zeit zwischen 50 und 27 v. Chr., also die späte Zeit der römischen Republik war für die Römer und den gesamten Mittelmeerraum eine ziemlich spannende Zeit. Um nicht zu sagen sogar eine prägende Zeit, in der nicht nur die Weichen für die Zukunft des Reichs gestellt wurden, sondern, darauf basierend, auch die des gesamten Mittelalters. Ohne einen Iulius Caesar und seinen bestechenden tragischen Tod auf den Stufen des Senats hätte es keinen Kaiser Augustus gegeben. Auf Augustus basiert das gesamte römische Kaisertum, und auf dieses berief sich später Karl der Große. Und auf den beriefen sich die nachfolgenden Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (deutscher Nation), bis ins Jahr 1806, als Napoleon dem Spaß ein Ende bereitete. – Na, und dann kam ja auch noch das Dritte Reich, was glücklicherweise nicht ganz so lange gehalten hat wie die beiden davor. Aber ich schweife ab. Im oben genannten Zeitraum ist viel …

Rome: Serienempfehlung

Wir haben gestern mal wieder die Serie „Rome“ beendet und ich dachte, dass es sich doch durchaus lohnen würde, darüber mal was zu schreiben :D Die Serie ist FSK 18, aber mehr wegen freizügiger Szenen als wegen Gewaltdarstellungen. Zusammen mit den Intrigen, Schlachten, unflätigen Sprüchen („Blut und Pisse!“) und opulenten Kulissen erinnert Rome durchaus an Game of Thrones – nur, dass Rome Jahre älter ist. Trotz einiger historischer Abweichungen ist die Serie Rome richtig gut.

Meanwhile am Limes..

Dieses Bild hat mich die Abende von zwei Wochen gekostet. Die Entstehungsgeschichte ist etwas merkwürdig: Einen Limesturm wollte ich eigentlich immer schon mal machen, habe ich aber nie, denn ein Turm alleine sieht nach nix aus. Der Turm selber ist nicht schwer zu machen, nach zwei oder drei Abenden spätestens stand er. Ich hatte mich nur immer vor der Umgebung gescheut, Gras, Bäume und so.

Letzte große Hausarbeit ist Geschichte!

Das letzte Referat und die letzte Hausarbeit an der Uni sind Meilensteine, die schon irgendwie besonders sind. Man fühlt sich nicht mehr als richtiger Fußvolk-Student! Während alle über ihre Referate jammern oder Bücher für eine von x Hausarbeiten zusammensuchen, kann man sich damit brüsten, diesen Kinderkram nicht mehr erledigen zu müssen. Abschlussprüfung und Masterarbeit, dass ist die Devise, Bitches :P

Griechenland, Anno Domini minus 31

Was ist denn das schon wieder? Eine komische Karte mit komischen Balken und grellen Farben? Ja, ich halte am Dienstag mein wichtigstes Referat dieses Semester und bin sehr gefesselt. Es geht um eine ziemlich bekannte und wichtige Schlacht in der Antike: In der Seeschlacht von Actium, die Octavian (der spätere Augustus) zwar nicht grad gewann, aber sein Kontrahent Marcus Antonius war dennoch geschlagen und konnte Octavians Aufstieg zur Alleinherrschaft nichts mehr entgegensetzen. Seinem eigenen Tod durch Octavians Übermacht ein Jahr später auch nicht … :( Ich müsste eigentlich ganz dringend bis morgen abend alles fertig haben und sitze trotzdem an Blender, um eine Animation der Schlacht zu machen. Aus jetzt, ab ins Bett!