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Endlich habe ich Breath of the Wild, den neuesten Teil der Legend of Zelda-Reihe, durchgespielt. Während ich mein Review zu Breath of the Wild nochmal überarbeitet habe, sind mir doch viele Gemeinsamkeiten mit einem älteren Spiel der Reihe aufgefallen: A Link to the Past aus dem Jahre 1993. Dafür hatte ich mir damals den Spieleberater gekauft, damit ich mein Lieblingsspiel auch dann bei mir hatte, wenn keine Konsole da war 😀 Den Spieleberater habe ich nun nochmal rausgekramt und ein paar Sachen eingescannt.

Natürlich haben sich die Designer auch an Elementen späterer Spiele bedient, so sind z.B. die Laser-Statuen auch in Ocarina of Time aufgetaucht. Außerdem hat dieser Artikel hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit. A Link to the Past war mein erstes Spiel aus der Zelda-Reihe und ich glaube, ich könnte es noch im Schlaf durchspielen. Daher fällt mir hierzu besonders viel ein. Ocarina of Time ist in vielen Dingen von A Link to the Past abgewichen, das zeigt sich schon an der Karte, und Twilight Princess folgt eher Ocarina of Time. Wind Waker kann man nicht wirklich vergleichen und Skyward Sward habe ich beschämenderweise nicht durchgespielt (>_<).

Breath of the Wild und A Link to the Past Spielecover

Breath of the Wild und A Link to the Past (Spieleberater-Cover)

Hyrule ist in Breath of the Wild sehr groß und die Gegenden sehr vielfältig. Immer wieder kam in mir das Gefühl auf, dass das Hyrule aus Breath of the Wild genau das Hyrule ist, das die japanischen Designer vor Augen hatten, als sie an A Link to the Past arbeiteten. Ein Land voller Rätsel, voll merkwürdiger Felsformationen, voller Hügel, Wälder, Labyrinthe und versteckter Geheimnisse.

Vergleich der Hyrule-Karten

Sowohl in A Link to the Past als auch in Breath of the Wild reiht sich eine Landmarke fast schon wuselig an die nächste. Wer beide Spiele kennt, wird viele Ähnlichkeiten feststellen:

  • für Kakariko hat man etwa auf die in Link to the Past auf Stufen liegenden Häuser zurückgegriffen,
  • es gibt lange Brücken, die gleichsam über das Nichts führen,
  • das Startgebiet liegt wieder auf einem Plateau (in Link to the Past passt zwar nur ein Haus mit Garten auf dieses Plateau, aber es ist vergleichbar!)
  • mehrere Bergketten, die den direkten Weg unmöglich machen
  • es gibt einen Brillenfelsen! Er befindet sich allerdings woanders als in Link to the Past
  • Schluchten, Steinkreise, mehrere Flüsse und Seen, Labyrinthe
  • riesige Skelette von Urviechern, unter denen man durchlaufen kann

Breath of the Wild-Hyrule basiert auf A Link to the Past-Hyrule

An der Lage der Regionen sieht man das Vorbild von Breath of the Wild: Die Karte basiert im Wesentlichen auf dem Hyrule von A Link to the Past. Zentral gelegen das Schloss, der Todesberg weit im Nordosten, westlich davon die Verlorenen Wälder. Im Südwesten befindet sich die Wüste, direkt im Süden liegen Sümpfe. Der Hylia-See ist allerdings leicht verrutscht, er ist nicht so groß wie in allen vorigen Spielen. Und auch Kakariko befindet sich völlig woanders. Dafür finden sich die Zora, wie aus Link to the Past bekannt, wieder im Nordosten am Fuße des Todesbergs, und die Stadt der Zora ist ebenfalls nur beschwerlich zu erreichen.

Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut, das mal auf die beiden Maps zu übertragen 😀

Regionen und Landmarken von A Link to the Past im Vergleich zu Breath of the Wild

Regionen und Landmarken von A Link to the Past im Vergleich zu Breath of the Wild

Insgesamt ist in Breath of the Wild alles viel weitläufiger. Während auf der Karte von A Link to the Past sogar einzelne Bäume und Häuser verzeichnet sind, müssen wir uns in Breath of the Wild mit Ortsmarkierungen begnügen. Es kamen auch neue Regionen dazu, manche davon kennen wir schon aus Twilight Princess.

Ocarina of Time ist viel aufgeräumter

In Ocarina of Time dagegen befindet sich in der Mitte der Karte zentral die Hylianische Steppe (engl. Hyrule Fields), und darum herum angesiedelt befinden sich die verschiedenen Regionen und auch das Schloss von Hyrule. Die Steppe ist der Dreh- und Angelpunkt, der kaum umgangen werden kann, wenn man von einer Region in die andere wechselt. Im Vergleich zu A Link to the Past und Breath of the Wild ist das Hyrule aus Ocarina of Time sehr aufgeräumt. Twilight Princess schließt in dieser Hinsicht mehr an Ocarina of Time an.

Hyrule in Ocarina of Time

Hyrule in Ocarina of Time (aus dem Begleitheft zum Spiel)

Die Hyrule Fields gibt es auch in Breath of the Wild, sie heißen hier allerdings “Ebene von Hyrule” und ist bei weitem keine so zentrale und wichtige Landschaft wie in Ocarina of Time und Twilight Princess.

Laser-Statuen

In A Link to the Past gab es sich drehende Laser-Statuen. Wenn sie Link entdecken, schießen sie einen Laser auf ihn, der viel Schaden anrichtet. Auch in Ocarina of Time gab es solche Statuen.

Richtig mies wurden sie nun in Breath of the Wild. Wenn diese Teile, hier Wächter genannt, Link ausgemacht haben, dann lädt sich der Laser auf und Link sollte besser in Deckung gehen. Ihr seht das in einer Szene meines Breath of the Wild-Gameplay-Videos sehr gut 😀 Trifft der Schuss, wird Link brennend zu Boden geworfen. Bis er sich wieder aufgerappelt hat, kommt schon fast der nächste Schuss. Wird er von mehreren Wächtern anvisiert, dann sollte er besser schnell rennen (im Zickzack! ^^).

Vor allem in den Hyrule Fields gibt es besonders viele dieser Wächter, manche davon auch beweglich. Und sie alle haben eine verdammt hohe Reichweite!

Die (Verlorenen) Wälder und das Masterschwert

In den Verlorenen Wäldern befindet sich in A Link to the Past das Masterschwert. Wälder spielen in allen Zelda-Spielen eine wichtige Rolle. Man kann sich hier verlaufen, oft liegt Nebel zwischen den Bäumen und die Stimmung ist irgendwie ganz besonders mythisch. Auch in Twilight Princess und Breath of the Wild bekommen wir das Masterschwert im Wald (Heiliger Hain bzw. Wälder von Hyrule). In Ocarina of Time müssen wir für das Schwert allerdings die Zitadelle der Zeit suchen.

Zum Fundort des Masterschwerts haben sich die Designer wohl nochmal ein altes Artwork aus A Link to the Past angeschaut. Die Stimmung in der Lichtung in Breath of the Wild entspricht fast exakt der aus dem rund 25 Jahre alten Artwork <3

Brücken in den Wolken

In A Link to the Past gibt es im äußersten Norden auf dem Todesberg Brücken, die in großer Höhe quasi über die Wolken führen. Das ist schon auf der Karte zu erkennen (siehe oben), besonders gut aber natürlich im Spiel.

Wie könnte man sowas in einem 3D-Spiel umsetzen? Ich kann mich nicht erinnern, dass es solche Brücken in Ocarina of Time oder Twilight Princess gegeben hätte. In Breath of the Wild finden wir allerdings wieder ein Äquivalent, das dicht genug dran ist 😀

Prinzessin Zelda und Link

Zelda spielt im Verlauf der Spiele unterschiedliche Rollen, aber sie hat immer eine wichtige Verbindung zu Link. Während sie in A Link to the Past noch in weiß-blauen Kleidern auftritt, trägt sie in Ocarina of Time (siehe oben im Bild mit der Karte des Spiels) statt blau eher violett, weiß und gold. Das setzt sich auch in Twilight Princess fort (hier mag ich Zelda übrigens am Liebsten!).

Jetzt, in Breath of the Wild, trägt Zelda wieder blau-weiß mit gelb/gold.

Links Kleidung fällt mit Breath of the Wild wirklich aus der Rolle. Statt grünem Strampelanzug mit Zipfelmütze trägt er nun je nach Situation und Geschmack ganz unterschiedliche Rüstungen. Hier ist Nintendo deutlich von den altbekannten Mustern abgewichen, indem Link mehr anzuziehen bekommt, als nur eine Standardrüstung, eine für Hitze und eine für Kälte.

Mit seiner Frisur kehrt Link aber wieder zu seinen Ursprüngen in The Legend of Zelda, Zelda 2 und A Link to the Past zurück: Er hat wieder sehr verwuschelte Haare und lange Koteletten (wenn man das so bezeichnen kann) 😀

Das Muster seiner Stulpen kennt man übrigens bereits aus Ocarina of Time, hier trägt Ganondorf ein ganz ähnliches Muster:

Ganondorf Ocarina of Time

Artwork von Ganondorf aus Ocarina of Time (Quelle)

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