Fun with Maps (Teil 11) – Spaß mit Datenbanken

Mir qualmt knallhart die Birne. Ja, habe mich schon eine Weile nicht mehr gemeldet, lebe aber noch halbwegs. Bin nur irgendwie zu sehr mit Sachen beschäftigt, über die man nicht soo viel schreiben kann :D Heute habe ich mir die volle Dröhnung SQL gegönnt. Ich sitze noch immer an den Karten für meinen Professor, das nimmt – wenn man es gut machen will (..natürlich!) – jede Menge Zeit in Anspruch, da ich in Sachen Karten erstellen auch noch ziemlich frisch dabei bin.

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Ich versuche das jetzt professionell anzugehen. Nein, es geht nicht nur darum, ein paar Punkte, Striche und Beschriftungen auf die Karte zu setzen. Man löst das selbstredend per Datenbank. Das ist für mich relativ neu (in grauer Vorzeit mal Excelformeln gelernt und Access-Abfragen gemacht).

Vorlagen und (kommentierte) Entwürfe machen meinen Schreibtisch zum Kartenschlachtfeld :D
Vorlagen und (kommentierte) Entwürfe machen meinen Schreibtisch zum Kartenschlachtfeld :D

Wozu nutzt man da eine Datenbank? Mein Ideal ist eine zentrale Datenbank, die so gut strukturiert ist, dass man sie für jede Kartenausgabe einfach nur nach bestimmten Kriterien filtern muss und somit keine hin- und her-Kopiererei von Orten nötig ist. Bis gestern war das nötig, aber seit heute nutze ich SQL-Abfragen *tadaaa* Im Browser sind ca 3 Millionen Tabs offen mit Tutorials und Listen für SQL-Befehle und deren Anwendung in meinem GIS. Man lernt nie aus!

Meine Haupttabelle mit allen Orten
Meine Haupttabelle mit allen Orten und einer SQL-Abfrage (oben rechts)

Also, was macht nun die Datenbank? Erstmal nehme ich dort alle Orte auf, die irgendwie in den Karten abgebildet werden. Dann sollte man die Orte möglichst sinnvoll kategorisieren. Es gibt Hauptorte, Bischofsitze, Schlachten, normale Orte, Erzbischofsitze in den Regionen Frankreich, Großbritannien und Heiliges Römisches Reich – und man sollte auch alles miteinander kombinieren können, zB. „zeige alle Orte in Frankreich, die KEINE Schlachtenorte, KEINE Bischofssitze und KEINE Erzbischofsitze sind“ oder „zeige alle Bischof- und Erzbischofsitze, die nach 1130 entstanden sind, dazu weitere Orte, nur nicht in Frankreich“. Da muss man sich schon ein paar Gedanken machen.

Bei den ganzen Bistümern mussten zwischendrin gregorianische Gesänge als Hintergrundberieselung herhalten, die beruhigen :D

Habe heute viel per Trial & Error gelernt und mir auch viel unnötige Arbeit gemacht, aber inzwischen klappt es ganz gut :D Die meiste Zeit ist heute allerdings nicht für SQL draufgegangen, sondern für die speziellen Macken des Programms (QGIS), mit dem ich arbeite. Habe eine Stunde Filter für verschiedene Ebenen erstellt, dann das Programm mal neugestartet und dann festgestellt, dass die Filter nicht gespeichert werden. Oder übereinanderliegende Beschriftungen, die einen in den Wahnsinn treiben, aaaah..

Selbstverständlich nutze ich aber auch meine multimedialen Talente und habe die Bischofssitz-Symbole für die Karten selbst in Illustrator erstellt, nach fast 7jähriger Illustrator-Abstinenz (ja, ich weiss, wow, ein Kreis und zwei bis drei Balken drüber.. :D).

Eine der Karten - links die ganzen Vektorlayer, aus denen das Gesamtwerk besteht
Eine der Karten (90% fertig) – links die ganzen Vektorlayer, aus denen das Gesamtwerk besteht

Habe es jetzt so hingekriegt, dass alle Ortslayer auf meiner Haupttabelle basieren und sich automatisch aktualisieren, wenn ich an der Haupttabelle was ändere. Hoffe, das Konstrukt bricht nicht irgendwann zusammen, weil ich irgendein wichtiges Attribut vergessen habe und nicht nachträglich einfügen kann..

Aber naja, habe so oder so SO VIEL gelernt die letzten Wochen, als ich an diesem Projekt saß :D Ein tolles Gefühl!

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