Warum sind die Schiffe in Anno 1800 so dumm?

Anno 1800 beschäftigt den Spieler mit mehreren Siedlungen und jeder Menge bürgerlichen Bedürfnissen, die es zu befriedigen gilt. Wenn dann noch ein wenig Zeit bleibt, können wir unseren fleißigen Bewohnern noch schöne Parks und Plätze designen. Nebenbei noch Kriege zu führen ist dann gar nicht so einfach. Hier geht’s zum Anno 1800-Review.

Die NPC-Mitspieler im freien Spiel bleiben daher auch relativ farblos, ich habe mich noch gar nicht so viel mit ihnen beschäftigt (Nachtrag: Es hängt vom Charakter ab, mittlerweile habe ich auch schon superaggressive NPCs gehabt!). Daneben gibt es aber auch noch Piraten-Fraktionen, die auf den Meeren ihr Unwesen treiben und dabei durchaus den kapitalistischen Warentransport stören können. Piraten sind natürlich da, um lästig zu sein, aber damit könnten wir gut umgehen. Nur leider verhalten sich unsere Kriegsschiffe nicht so, wie sie sollten. Darum geht es in diesem Beitrag.

Stadtansicht in Anno 1800
Meine Hauptstadt macht sich ganz gut :D

Warum ist das Meer wichtig für dich als Spieler?

Schiffe waren schon immer das wichtigste Transportmittel für Güter, weil der Landweg vergleichsweise teuer war. Das Aufkommen der Eisenbahn hat den Landweg zwar attraktiver gemacht, aber – ich war selbst überrascht – offenbar wickeln Schiffe noch heute rund 90% des weltweiten Handelsverkehrs ab.

Damit will ich sagen: In einem Spiel im Zeitalter des Kolonialismus und der Expansion dürfen Schiffe nicht fehlen, wenn dein Reich wachsen und gedeihen soll. Einerseits brauchst du sie, um neue Kolonien für dich zu erschließen und damit Zugriff auf neue Güter zu bekommen, und andererseits sind sie auch für den Import und Austausch dieser Waren zuständig.

Du kannst natürlich auch auf deiner Anfangsinsel bleiben und das Meer links liegen lassen. Aber auf deiner Insel wächst einfach nicht jede exotische Pflanze. Wer das Meer nicht mag, der wird viele Waren einkaufen müssen, um seine Bürger zufrieden stellen zu können. Spätestens, wenn es um Kolonialwaren aus Übersee geht, bist du eigentlich aufgeschmissen. Oder anders gesagt: Ohne Transporte von anderen Inseln oder aus der Neuen Welt kommst du nicht weit.

Dafür können wir glücklicherweise Transportlinien einrichten, die den Warentransport automatisch übernehmen. Das funktioniert auch sehr gut – solange die Schiffe nicht abgeschossen werden.

Denn in Anno 1800 gibt es auch Piraten, die die Meere unsicher machen. Und die haben nichts Besseres zu tun, als gefühlt ziellos durch die Gegend zu schippern und alles zu beschießen, was zu beschießen ist (meistens eben Schiffe).

Tipp für Entladeprobleme auf Handelsrouten: Wenn das Ziellager voll ist, kann das Handelsrouten-Frachtschiff die Ware nicht entladen und sie bleibt im Frachtraum. Der Platz fehlt dann natürlich für andere Waren. Das Problem lässt sich sehr einfach lösen: Stelle in der Handelsroute einfach ein, dass Schiffe überschüssige Ware über Bord werfen soll. Ist zwar schade um die Güter, aber dadurch verhinderst du, dass die Schiffe ständig unnötigen Ballast mit sich herumschleppen.

Ein Blick auf die Anno 1800-Schiffsklassen und ihre Besonderheiten

Segelschiffe und die Windrichtung

Du wirst sehr lange mit Segelschiffen unterwegs sein, und Segelschiffe sind vom Wind abhängig. In Anno 1800 können Segelschiffe zwar mit geblähten Segeln auch gegen den Wind segeln, aber dadurch sind sie sehr viel langsamer. Die Windrichtung ändert sich immer wieder – du siehst die Richtung, wenn du ein Segelschiff anklickst. Die Pfeile am Schiff zeigen an, wohin der Wind weht. Das ist jetzt nur ein Fun Fact nebenbei, aber ich habe über 20 Spielstunden gerätselt, wofür die Pfeile sind :D

Jedenfalls. Wenn deine Segelschiffe von Piraten-Segelschiffen verfolgt werden, macht die Windrichtung nicht viel aus, weil beide Schiffe schneller oder langsamer sind. Aber: Manchmal kannst du den Wind nutzen, um schnell außer Reichweite zu kommen (zB. wenn dein Schiff dummerweise einer feindlichen Hafenbefestigung zu nahe gekommen ist). Auf jeden Fall kannst du durch die Windrichtung abschätzen, wie schnell deine Schiffe einen bestimmten Punkt erreichen können. Wenn der Wind richtig weht, kannst du etwa auch ein großes Linienschiff zur Rettung deines Frachtschiffes losschicken.

Segelschiff mit eingezeichneter Windrichtung
Rückenwind hilft Segelschiffen ungemein!

Fun Fact zum Linienschiff: Die Bezeichnung „Linienschiff“ hat nichts mit einem Linienbus oder Linienflug gemeinsam. Linienschiffe waren in der Neuzeit die größten und schlagkräftigsten Kriegsschiffe einer Segelschiff-Flotte. Auf zwei bis vier Decks (also Stockwerken) wurden nebeneinander schwere Kanonen aufgestellt, die auf Kommando als „Breitseite“ abgefeuert wurden. Damit mehrere Schiffe Breitseiten auf das gleiche Ziel abgeben konnten, mussten sie hintereinander, also in einer Linie, fahren. Da die Hauptbewaffnung von Linienschiffen zur Seite gerichtet war, bildeten Bug und Heck eine Schwachstelle, die sich aber durch die Linienformation weitgehend minimieren ließ. Paradoxerweise fahren die Linienschiffe in Anno 1800 in Formation eher nebeneinander und nicht in Kiellinie – das wäre ein schöner Feinschliff gewesen :D

Mehrere Schiffe fahren in Linie
Linienschiffe linienschiffen :D Hier als Eskorte für die beiden Quest-Schiffe vorne

Von Flucht und Verfolgung

Wenn Piraten frei auf See ihr Unwesen treiben, dann wirst du lernen, deren kleinen Kanonenboote zu hassen. Nein, die halten nicht viel aus – aber müssen sie auch nicht. Dein ungeschütztes Frachtschiff kann ja auch nicht feuern. Aber im Gegensatz zu Fregatten und Linienschiffen, die nur Breitseiten austeilen können, schießen die verdammten kleinen Kanonenboote auch nach vorn. Sobald sich also auch nur ein einziges Kanonenboot ans Heck deines Frachtschiffes heftet und genug Zeit hat, wird es deinen Frachter versenken. Ganz egal, wie schnell der ist. Das ist DIE gefährliche Situation, die es zu vermeiden gilt.

In dieser Situation hat dein Frachtschiff nur noch zwei Chancen:

  • schnell genug Hilfe von einem Kriegsschiff bekommen oder
  • schnell genug eine Hafenbefestigung erreichen, die das Kanonenboot zum Meeresgrund schickt

Und glaub mir, es ist einfach unglaublich ärgerlich, wenn selbst Dampfschiffe von einem einzelnen Piraten-Kanonenboot verfolgt und versenkt werden! Das kann allerdings nur passieren, wenn du als Spieler nicht ganz bei der Sache bist – denn Dampfschiffe pfeifen auf den Wind. Sobald du also Dampfschiffe hast, kannst du die kleinen Monitore (manuell) auf Piratenjagd schicken und damit meist problemlos einzelne Fregatten und Kanonenbote verfolgen und versenken.

Die Monitor-Schiffsklasse hat ihren Namen übrigens von der USS Monitor, einem Dampf-Panzerschiff, das im Amerikanischen Bürgerkrieg eingesetzt wurde. Es sollte vor allem die gegnerischen Segel-Kriegsschiffe bedrohen können, die das winzige und kaum aus dem Wasser ragende Panzerschiff kaum treffen konnten. In Anno 1800 sind Monitore zwar gnadenlose Jäger, werden aber von Linienschiffen trotzdem in kürzester Zeit versenkt. Sie haben den Linienschiffen außerdem schadensmäßig nichts entgegen zu setzen. Ein Monitor kann dem unvermeidlichen Untergang beim Duell mit einem Linienschiff nur entgehen, wenn es rechtzeitig außer Reichweite kommt oder es das Linienschiff eng umkreist und so Breitseiten verhindern kann (da muss aber schnell Plan B her).

Wie kann man Transportrouten sichern?

Schlachtschiffe sind teuer und es dauert recht lange, sie zu bauen (Linienschiffe brauchen 12 Minuten in der Werft). Nach einer Weile baust du dir natürlich trotzdem eine ordentliche Flotte auf, keine Frage. Damit kannst du die Piraten einfach „überfahren“ und sie von ihrer Insel werfen. Das kostet dich möglicherweise ein paar Schiffe, aber dann ist eine Weile Ruhe. – Nur eine Weile, die Piraten kommen nämlich wieder. Ja, das kann man schon machen. Habe ich auch gemacht.

Finde es aber irgendwie unelegant, einfach einen „Sieg durch Masse“ zu erzwingen und habe deswegen auch nach anderen Möglichkeiten gesucht. Es muss doch irgendwie möglich sein, die Kriegsschiffe so einzusetzen, dass sie selbstständig für Sicherheit sorgen – ohne, dass wir sie manuell steuern müssen.

Frachtschiffe eskortieren – funktioniert teilweise

Wichtige Transporte innerhalb der aktuellen Karte solltest du durch Kriegsschiffe eskortieren lassen. In der Segelschiffzeit nutze ich dazu zwei Fregatten, weil die etwas wendiger und zumindest gefühlt schneller sind als Linienschiffe, und so mit den Frachtschiffen besser mithalten können.

Wenn das zu schützende Schiff allerdings eine Übersee-Route fährt, dann „verschwindet“ es von der Karte und die Eskorte bleibt zurück, weil das zu schützende Ziel nicht „da“ ist. Sobald das Zielschiff aus der anderen Welt wieder zurückkehrt, bekommt es wieder Geleitschutz – darauf ist aber auch nicht wirklich Verlass: Manchmal „vergessen“ die Bodyguards auch, dass sie Bodyguards sind. Blue Byte sollte den „Weltenwechsel-Bug“ schnell fixen, so dass die Eskorte das Schiff auch auf die anderen Karte begleitet.

Ansonsten funktioniert die Eskorte in der Regel ganz gut und schützt das Frachtschiff vor groben Überfällen. Aber problemfrei ist auch das nicht: Hier hatte ich es auch schon, dass die Eskorte sich in Kämpfe hat verwickeln lassen, während das Frachtschiff munter weiterfuhr – und dann von weiteren Piraten abgeschossen wurde. Typisches Beispiel für die Dummheit der Schiffe – bringt doch nichts, wenn die Bodyguards sich durch eine Kneipenschlägerei aufhalten lassen, während ihr Kunde draußen auf dem Parkplatz schon entführt wird -.-

Schiffe patrouillieren lassen – funktioniert nicht gut

Wir können Schiffen auch befehlen, auf bestimmten Routen zu patrouillieren. Wenn zwei bis drei Schlachtschiffpatrouillen auf den wichtigen Transportrouten unterwegs sind, könnten sie sie halbwegs piratenfrei halten und sie könnten Transportschiffen zur Hilfe eilen, wenn sie unterwegs angegriffen werden.

Aber leider sind Patrouillen in Anno 1800 ziemlich unausgereift. Während wir sehr komfortabel Handelsrouten mit allen möglichen Optionen einstellen können, gibt es für Patrouillen nur einen einzigen Button: „Patrouillenroute zuweisen“. Unter „zuweisen“ versteht Anno 1800 aber wohl einfach das Klicken auf zwei Punkte irgendwo im Meer. Könnten es auch mehr Punkte sein, die das Schiff abfahren soll? Man weiß es nicht. Es gibt keinerlei Rückmeldung dazu, was das Schiff gerade macht. Patrouillenrouten werden auch nicht wie Handelsrouten auch irgendwo angezeigt, so dass du niemals weißt, wohin das patrouillierende Schiff denn nun unterwegs ist.

Und nicht zuletzt: Das Patrouillieren scheint auch gar nicht zu funktionieren. Ich habe mehrere Schiffe angewiesen, meine Transportrouten abzufahren und entsprechend einen Anfangs- und einen Endpunkt festgesetzt. Weil es keine Beschreibung gibt, habe ich versucht, auch nur einen einzigen Punkt zu setzen – es könnte ja sein, dass die aktuelle Position schon als Anfangspunkt gilt. Aber egal, in beiden Fällen fand ich die Schiffe kurz darauf im Schlafmodus vor. Sie lagen einfach irgendwo vor Anker, nicht mal in der Nähe einer der Punkte, die ich gesetzt habe. Wtf?!

Piratennest abriegeln – funktioniert nicht (mit Videobeweis!)

Meine nächste Idee war dann also, die Pirateninsel durch meine Schiffe abzuriegeln. Dazu stellte ich einige schwere Schlachtschiffe um die Pirateninsel herum ab und hoffte, den Piraten dadurch den freien Zugang zum Meer zu erschweren. Im Optimalfall würden meine Schlachtschiffe die Feinde einfach automatisch zu den Fischen schicken, oder sie zumindest stark beschädigen.

Dazu ist es natürlich nötig, dass die Schiffe ihre Position halten – sie sollen ja eine Art Belagerungsring bilden. Und genau hier liegt das Problem, über das ich hier berichten möchte. Für jedes Kriegsschiff lässt sich einstellen, wie es sich verhalten soll:

  • Passive Verteidigung (nur kämpfen, wenn Gegner im Angriffsradius sind),
  • Aktive Verteidigung (nach dem Kampf zurück zur Ausgangsposition)
  • Aktiver Angriff (gezielt Schiffe suchen und verfolgen)
Beschreibungen der Kriegsschiff-Kampftaktiken in Anno 1800
Hier die Beschreibungen der Kriegsschiff-Kampftaktiken in Anno 1800

Ich dachte, dass für meinen Zweck die passive Verteidigung gut geeignet ist. Damit sollten die Schiffe alle Feinde erwischen, die durch den Aktionsradius fahren, aber sich ansonsten hoffentlich weitgehend passiv verhalten. Das Ankersymbol deutet ja auch an, dass die Schiffe vor Anker liegen bleiben,

Aber auch dieser Plan ist leider zum Scheitern verurteilt – und zwar, weil die Schiffe sich „passiv“ von Kampf zu Kampf ziehen lassen und dann von schweren Kanonen versenkt werden. Das zeige ich im Video.

Nachtrag 9. Mai 2019: Ein neues Update am 15. Mai soll das hier beschriebene Problem beheben. Nach dem Update werden passiv eingestellte Schiffe ihre Position nicht mehr verändern, um einen Gegner unter Beschuss zu nehmen. Quelle: Anno Union

Schiffe lassen sich ständig in unerwünschte Kämpfe verwickeln

Die passive Verteidigung funktioniert eben leider nicht so wie gedacht. Begibt sich ein Feind in den Aktionsradius eines meiner passiv eingestellten Schiffe, passiert Folgendes:

  1. Mein Schiff schießt wie geplant auf den Gegner – gut.
  2. Es nimmt außerdem die Verfolgung des Gegners auf. Was es schon mal nicht tun sollte, denn damit verlässt es ja seine Position. Das verstehe ich nicht unter passivem Verhalten.
  3. Was noch schlimmer ist: Zieht sich der Gegner wieder in den Schutz seines Hafens zurück, beginnen die Hafenkanonen auf mein Schiff zu schießen. Damit wird es auch für die Kanonen getriggert und nimmt auch die ins Visier, anstatt das Weite zu suchen. Bedeutet im Normalfall: Mein einzelnes Schiff wird aus allen Rohren der Hafenbefestigung beschossen und findet kurz darauf sein nasses Grab.

Ergo: Der Abriegelungsplan funktioniert einfach nicht, weil meine Schiffe ständig im Kampf sind und ich sie manuell wieder aus dem gegnerischen Hafen rausbefehlen muss.

Zwei Linienschiffe vertreiben vier Piraten
Meine beiden Linienschiffe vertreiben vier Piratenschiffe

Welche Taktik funktioniert denn nun zur Sicherung der Routen?

Dass die schönen Ideen wie Eskorten, Patrouillen und passiver Modus nur so halbwegs irgendwie funktionieren, kann zu viel Frust führen. Das große Problem sind aber die Übersee-Routen, denn die normalen Handelsrouten innerhalb einer Karte kannst du einfach eskortieren lassen und bist damit normalerweise auf der sicheren Seite.

Zum jetzigen Stand des Spiels sehe ich auch nur drei Möglichkeiten, das Piratenproblem auf den Übersee-Routen umständlich zu umgehen.

1. Versuche, lange Routen zum offenen Meer zu vermeiden

Da Eskorten funktionieren, solange ein Schiff die Karte nicht wechselt, können wir einen Hafen zum „Überseehafen“ machen, der möglichst nahe am offenen Meer liegt, also dem Punkt, an dem die Schiffe die Karte verlässt und wieder betritt. Dann haben sie nur kurze Strecken ungeschützt zurückzulegen.

Diesen Hafen können wir mit eskortierten karteninternen Handelsrouten beliefern. Auf den langen Strecken über die Karte haben die Schiffe dann den nötigen Schutz.

2. Umfahre feindliche Stützpunkte großzügig!

Wenn deine Route direkt am Feind vorbeiführt, kannst du Zwischenstops an anderen Hafen einlegen, um so die genutzte Strecke zu beeinflussen. Für Übersee-Routen gibt es aber noch einen anderen Tipp, für den ich erst über 20 Spielstunden gespielt und jede Menge Nerven wegen Piratenüberfällen verloren habe: Du kannst in der Handelsrouten-Übersicht die Übersee-Strecken zum offenen Meer beeinflussen!

Ziehe einfach am Weltkugel-Symbol am Kartenrand, um den Punkt zu verändern, an dem die Übersee-Route die Karte verlässt. Anno 1800 setzt diesen Punkt normalerweise automatisch an dem Punkt, der am Kürzesten vom Hafen entfernt ist. Das kann bedeuten, dass die Route auch direkt an der Pirateninsel vorbeiführt. Ziemlich ungünstig, würde ich sagen. Ziehe die Route daher so, dass die Schiffe weiter von unseren Rum-trinkenden Freunden entfernt vorbeifahren. Das verbessert die Chancen der Schiffe enorm!

Handelsrouten-Übersicht
An den Weltkugel-Symbolen (rot umkreist) kannst du die Route beeinflussen

3. Positioniere Kriegsschiffe auf langen Übersee-Routen

Patrouillen funktionieren zwar nicht wirklich gut, aber wir können in nicht zu großen Abständen Kriegsschiffe auf den typischen Transportlinien vor Anker legen. Die halten die Routen dann halbwegs sauber. Ist keine schöne Lösung, funktioniert aber ganz gut, wenn die Schiffe genug Feuerkraft haben, um gegnerische Schiffe schnell zu zerstören. Das ist wichtig, weil sonst das bekannte Problem mit der passiven Verteidigung wieder auftritt: Die Schiffe nehmen die Verfolgung auf und verlassen ihre Position. Wahrscheinlich finden wir sie dann wieder in der Pirateninsel, kurz vor dem Mastbruch.

Deswegen setze ich dafür die großen langsamen, aber sehr starken Pötte ein, und zur Sicherheit immer zwei davon. Die zerbomben ein oder zwei Piratenschiffe in Nullkommanix und bleiben dadurch auf ihrer Position.

Zusammenfassung: Es gibt noch viele Probleme

Blue Byte hat an den Schiffen bzw. an der Intelligenz derer Kapitäne noch einiges zu verbessern:

  • Eskorten müssen ihr Ziel auch beim Kartenwechsel begleiten können
  • Patrouillen sollten komfortabler einzurichten sein und auch tatsächlich funktionieren
  • Passiv eingestellte Schiffe sollten Gegner nicht über die gesamte Karte verfolgen, das gilt insbesondere für Eskortschiffe

Diese drei Probleme sorgen derzeit noch für viel Frust auf See und ich vermute, dass hier noch nachgebessert werden wird. Es ist einfach ärgerlich, dass wir uns irgendwelche umständlichen Lösungen überlegen und immer wieder auch manuell eingreifen müssen, um den Frachtschiffen sichere Überfahrten zu ermöglichen. – Und trotz allem kommt es immer wieder vor, dass ein oder zwei Piratenschiffe einen Frachtsegler unglücklich erwischen, ewig verfolgen und dann zerstören.

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2 Comments

  1. Matrekus

    Hallo, danke für die ausführliche Beschreibung. Was sehr gut funktioniert ist, die Pirateninsel einmal erobern und dann 2-4 „Wachen“ an/in die Insel zu stellen. Bei 2 Schiffen wird es jedoch knapp, da die Piraten einfach Richtung „Kontor“ fahren und schon einiges davor die Geschütze wieder aktiviert bekommen. Ich habe z.b. bei Anne Harlows Insel 2 Linienschiffe und 2 Kanonenboote vor den Einfahrten stehen stehen, damit verhindert man eigentlich sehr gut, dass sie je wieder zurück kommt.

    Gruß M.

    1. Ravana

      Hey M,
      jo, hab ich auch gemacht.. Ist halt nur total schade, die guten Schiffe einfach so irgendwo abzustellen, wo sie nur einmal jede Stunde was zu tun bekommen :D Aber klar, so kann man das Problem auch loswerden!

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