Zur katastrophalen Düngemittelexplosion in Ludwigshafen im Jahre 1921

Wer hat nicht die riesige Explosion im Hafen von Beirut vor zwei Tagen gesehen? Dramatisch und unvorstellbar. Dabei gab es hier bei uns vor fast 100 Jahren, nämlich am 21. September 1921, eine ähnliche Explosion. In Oppau, heute Stadtteil von Ludwigshafen bei Mannheim, explodierten in einem Stickstoffwerk der BASF, heute der größte Chemiekonzern der Welt, früher als Badische Anilin- und Sodafabrik bekannt, rund 400 Tonnen Ammoniumsulfatnitrat, ein Düngemittel.

White Fragility und das schwierige Umdenken

Ich bin weiß. Eine Feststellung, die mir so noch nie bewusst geworden ist. Damit bin ich die typische Weiße, die sich nicht damit beschäftigt/beschäftigen möchte, dass für Menschen, die nicht weiß sind, das Leben an jeder Ecke Nachteile bereit hält. Nun versuche ich, mich der Sache zu nähern und mir bewusst zu werden, was es bedeutet, schwarz oder weiß zu sein.

Flüchtlinge aus Afrika: Von Brot und Kuchen

Durch Kapitänin Rackete und Sea Watch ist die Debatte der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer aktuell wieder voll entbrannt. Ich war schockiert von eiskalten Kommentaren unter einem FOCUS-Beitrag und habe mich gefragt, mit welchem Recht wir denn in unserer „Festung Europa“ sitzen dürfen und uns gegenüber Flucht und Elend versperren.

Künstliche Intelligenzen und ihre Schöpfer

Künstliche Intelligenzen (KI) sind in unserer spannenden Zeit der Renner in der Tech-Welt: Man setzt riesige Hoffnungen darauf und fürchtet gleichzeitig die „Macht der Maschinen“. Ich verfolge lose die Berichterstattung und es wurde jetzt mal Zeit für einen größeren Beitrag über dieses weite Feld. Denn wie sich herausstellt, sind KIs alles andere als unfehlbar – immer wieder kommt es zu ungewollter Diskriminierung und die Automatisierung geht zu weit. Schuld sind: Die Menschen!

Banksy schreddert Lebensgehalt – und niemanden juckt’s?

Vor wenigen Tagen wurde in einem bekannten Londoner Auktionshaus ein Bild geschreddert. Nicht irgendein Bild einfach so, sondern ein gerade eben für über eine Million Euro versteigertes Bild – und zwar vor aller Augen. Der Künstler selbst hat das so gewollt. In der Öffentlichkeit hinterließ die Aktion vor allem eines: Fragezeichen. Bei mir aber eher ein vages Gefühl von „sag mal – geht’s noch!“. 

Der Hambacher Forst und die Kohle – ein Trauerspiel

Derzeit erhitzt ein Wald alle Gemüter! Auch wenn gerade schon überall Hambacher Forst hier, Hambacher Forst dort zu lesen ist – ich möchte trotzdem noch etwas dazu schreiben. Ich habe ein paar Anmerkungen und Eindrücke, die du vielleicht noch nicht in den Nachrichten gesehen oder gehört hast.

Tanz der Himmelskörper – Mondfinsternis Juli 2018 und Mars-Opposition

Ende Juli findet eine Mondfinsternis statt! Gute Gelegenheit, sich mit ein paar Fragen dazu zu beschäftigen, finde ich. Warum wird der Mond bei einer Mondfinsternis eigentlich rot? Und warum dauert die Mondfinsternis nächste Woche so lange? Hier gibt’s ein neues Video und die Antworten dazu :D

Elon Musk und Tham-Luang-Höhle – Spott für Hilfsangebot?!

Was ist denn zur Zeit los mit der Menschheit? Normalerweise halte ich mich mit kritischen Meinungen zum aktuellen Geschehen auf der Welt eher zurück – das ist schließlich nicht Thema meines kleinen Nerdblogs. Dieser Beitrag hier kommt nun spontan und aus einer Wut heraus über das ewige Geätze in den („sozialen“) Medien. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat ein Beitrag am Rande der Berichterstattung zur aktuellen Rettungsaktion von 13 in der Tham Luang-Höhle in Thailand eingeschlossenen Menschen.

Euphorie über Falcon Heavy, einen Sportwagen und Visionen

Gestern am späten Abend (deutscher Zeit) haben sich Millionen Menschen den Start einer Rakete von Cape Canaveral live angeschaut. Man hatte dabei das Gefühl, dass dabei Geschichte geschrieben wird. Diese ganze Aktion und natürlich die Live-Bilder haben mich schwer beeindruckt. Was ist am Jungfernflug der „Falcon Heavy“ so besonders?

Alarm, Alarm, einmalig! Der Frostmond!

Und wieder sehe ich mich gezwungen, auf einen völlig sinnbefreiten Artikel hinzuweisen: Eisiger Glanz: Diese Woche kommt der FROSTMOND! Da steht man morgens auf, wirft unbedacht einen vorsichtigen Blick ins Internet und sieht sich – kurz nach dem „unheimlichen Phänomen schwarzer Mond“ – schon wieder (!) mit himmelschreiendem Blödsinn konfrontiert. brigitte.de gehört eigentlich nicht zu den Seiten, die ich als erstes (oder überhaupt jemals) anschaue, aber auf einer News-Seite wurde auf den Artikel verlinkt. Ich habe mir erlaubt, einen Teil des Artikels zu screenshotten und ein bisschen drauf rumzumalen. Ja, das kostet alles Zeit, genau, wie jetzt darüber zu schreiben, aber ich kann einfach nicht anders..

„Unheimliches Phänomen“ – Dämlicher Artikel incoming!

Dieser sonnige Sonntagmorgen wird mir versüß-bittert durch die Lektüre dieses seriösen, in der Kategorie „Wissenschaft“ veröffentlichten Artikels auf welt.de: Unheimliches Phänomen – „Schwarzer Mond“ verdunkelt Nacht zu Halloween. Ein gutes Beispiel für „Ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll“. Wie armselig und traurig es ist, so einen Artikel veröffentlichen zu müssen, als ob es nichts Spannenderes gäbe, über das man berichten könnte. Oben drüber steht, dass es drei Minuten dauert, diesen Schmarrn zu lesen – man sollte das Magazin für den Diebstahl von Lebenszeit in Grund und Boden verklagen. Andererseits ist es schon fast bewundernswert, wie die Autorin aus dem monatlichen Neumond zusammen mit einer blöden Kalenderspielerei ein „unheimliches Phänomen“, ein „seltenes Naturschauspiel“ und eine „Verdunklung der westlichen Hemisphäre“ ableitet und dazu auch noch den deswegen befürchteten Weltuntergang unterbringt. Bravourös! Der Wahnsinn greift um sich, manchmal möchte man den Planeten Erde und seine Einwohner einfach verlassen und lieber …

Paris, Brüssel, Krieg und Verderben – Die Welt ist ein Irrenhaus

Schon wieder ein Anschlag, diesmal in Brüssel. Terroranschläge schüren nicht nur die Angst davor, große Städte und Veranstaltungen zu besuchen, sie bewirken, dass Krieg und Gewalt mitten im konsumverwöhnten Europa gegenwärtig wird. Während uns die Vorgänge im Nahen Osten, in vielen afrikanischen Ländern, und wo sonst noch überall (Bürger-)krieg herrscht, bestenfalls peripher empören („Der IS zerstört Weltkulturerbe!!!11“) – oder wenn es darum geht, die davor Fliehenden unterzubringen, passieren Terroranschläge mitten in unserem behüteten Leben. Vielleicht ist es für uns eine Art Weckruf oder auch ein Wink, mal wieder zu schauen, wie es da läuft, wo die Terroristen herkommen. Man denkt sich dann, dass man doch was tun muss.. Aber was?