Sprachlicher Horror

Diese nebenstehende Abscheulichkeit präsentierte sich mir heute bei der Frühstückslektüre (Edeka-Wochenwerbezeitschriftdings). Die Passagen, um die es mir hier geht, habe ich mir erlaubt ein wenig hervorzuheben. Ich zähle ganze 8 (in Worten: acht) grässliche geschlechtsneutrale Wortvergewaltigungen. Wenn ich diese Anzeige erstellt hätte würde ich mich in Grund und Boden schämen. Wo bleibt denn da der Lesefluss? Und vor allem: wie abartig sieht das denn aus? Maßgeblich abartig mindestens. Oh du armes Deutschland. .. Ganz davon abgesehen, dass dieser Text irgendwie so gar nicht spannend ist. Ich bleibe bei Historiker….in. Um noch eine weitere Absurdität anzuführen: dass mit dem Lesefluss und dem wirklich impertinenten Aussehen dachte sich offensichtlich auch die Uni Leipzig, die in die Offensive gegangen ist, um den /innen bzw. Innen-Horror ein für allemal zu beerdigen: „Künftig sollen auch männliche Professoren als ‚Herr Professorin‘ tituliert werden.“ Na wenn das nicht ein gewaltiger Schritt für die deutsche Sprache ist .. …

Auf den Spuren der Römer in der Germania

Hier folgen, wie angekündigt, ein paar Worte zur Exkursion nach Nord- und Westdeutschland vom 3.-5. Mai 2013, die ich der Fachwelt nicht vorenthalten möchte. Vorweg: Sie war klasse :D Wie in der Ankündigung erwähnt, hatte diese Exkursion Ähnlichkeit mit der letztes Jahr nach Nordengland. Das resultierte vor allem daraus, dass der gleiche Professor voranschritt und unsere Ziele zu einem großen Teil wieder militärischer Natur waren (römische Schlachtfelder und Kastelle). Sogar der Reisebus nebst Fahrer waren dieselben. Ich war auch sehr froh, einige bekannte Gesichter des Britannien-Feldzugs letztes Jahr anzutreffen. Da weiss man, was man hat ^^ Fotos von unseren Zielen sind allerdings eher rar, denn meist beschränkte sich das, was es zu sehen gab, auf Laub, Bäume und Wiesen. Über unsere Ziele schreibe ich weiter unten unter „Stationen“ was – falls sich wer für die Hintergründe und historisches Wissen interessiert .. Wie könnte man nicht! Auch eine Routenkarte gibts da.

Verkehrsordnungswidrigkeit und Landesverrat

Während meiner Reise in den Norden vor wenigen Wochen machte ich jede Menge Fotos. Als Kamerafrau bin ich da natürlich nicht selber drauf, diesen Mißstand hat für mich dankenswerterweise jedoch die Universitätsstadt Marburg behoben. Hier ertappte man mich beim Begehen einer Verkehrsordnungswidrigkeit, namentlich beim Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 8 kmh (nach Toleranzabzug).

Die Nebel des Morgens <3

Ach, was ich unbedingt noch erwähnen wollte. Ich schreibe ja ab und zu Rezensionen für die Bücher, die ich gelesen habe (der Plan ist: nach jedem Buch eine Rezension!). Irgendwann im Januar hatte ich mich das zweite Mal an das Buch „Der Vater“ von Jochen Klepper gewagt. Es geht um den preußischen Soldatenkaiser Friedrich Wilhelm I. (Vater von Friedrich II. dem Großen, alias „Alter Fritz“) im 18. Jahrhundert. Es war schon beim ersten Lesen keine leichte Kost, aber sehr stimmig geschrieben – wie direkt aus der Zeit. Beim ersten Mal habe ich leider danach nichts drüber geschrieben, dazu wollte ich mir das Werk eben zum zweiten Mal zu Gemüte führen. Es passierte, was ich vorher noch nie erlebt habe: ich blieb stecken! Diesmal lief es schrecklich zäh. Das Buch ist nicht schlecht, aber man braucht für das wirkliche Verständnis des Buchs viel Hintergrundwissen. Entweder man überliest alles, was man nicht …

BesucherInnen, MenschInnen, HundeInnen?

Arrgh. Habe heute mal wieder eine geballte Ladung Gendercorrectness an die Birne geknallt bekommen. Emanzipation ist ja schön und gut, aber muss das wirklich so irrsinnig aussehen? Eine Kommilitonin hielt heute ein Referat über Ausstellungsgestaltung und sagte immer wieder „Besucherinnen und Besucher„. Wenn die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung betreten und sich nach links wenden .. Normalerweise bin ich der größte Verteidiger (ha! Absichtlich Maskulinum verwendet) von präzisen Ausdrücken und klarem Satzbau. Aber im Plural kann man doch wirklich bitte darauf verzichten! Der Plural umfasst mehrere Menschen (oder Tiere) und beschreibt diesen Kreis ansich und nicht die enthaltenen Geschlechter – das ist auch viel zu unpräzise, aus „BesucherInnen“ oder „Besucherinnen und Besuchern“ geht ja auch gar nicht hervor, ob es 20 Männer und eine Frau sind oder gleich viele gemischt, oder vielleicht sind auch nur weibliche Besucher(INNEN -.-) da? Das ist in dem Moment sowas von vollkommen irrelevant. Wieso muss …

Kinderklassiker „aktualisieren“..

Zu Beginn des Jahres ging durch die Nachrichten, dass klassische Kinderbücher wie „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler hinsichtlich heute rassistisch erachteter Wörter neu bearbeitet werden sollen. Worte wie „Neger“ sollen gestrichen werden. Als ich das erste mal davon las, dachte ich erst leicht negativ angehaucht „mmmmmh“. Warum mir das missfiel, erkannte ich erst später. Auf Facebook schrieb Martin Sonneborn, Parteivorsitzender der PARTEI und großartiger Satiriker, dass man doch dann eigentlich auch Hitlers „Mein Kampf“ umschreiben müsse/könne, um es weniger rassistisch zu gestalten.

Geschichte verhunzt!

Ich sitze grad, wie die letzten Wochen relativ oft, an meiner Recherche über die Lechfeldschlacht bei Augsburg, die Otto I. 955 gegen die Ungarn schlug und gewann. Wenn ich eines in der ganzen bisher gelesenen Lektüre mitbekommen habe, dann, dass man eigentlich nichts darüber weiß. Im Grunde steht das, was man weiß, in meinem ersten Satz oben. Wer gegen wen, wer gewann, ca. wo und (vermutlich) 10.08.955. Darüber berichtet haben hauptsächlich zwei Zeitgenossen, allerdings hat der eine (Gerhard von Augsburg) die eigentliche Schlacht nicht gesehen, sondern befand sich lediglich in Augsburg, als die Stadt von den Ungarn vor der eigentlichen Schlacht belagert wurde; während der andere (Widukind von Corvey) zum Zeitpunkt nicht mal in der Nähe war (sondern in Sachsen). Und beide schreiben einige Jahre nach der Schlacht darüber – da verklärt sich so einiges.

Fundstücke in den Nachrichten …

In den Nachrichten sind grad natürlich ganz groß Textilfabrikenbrände in Bangladesh, der Brand in einer Behindertenwerkstatt in Titisee-Neustadt, der Klimaschutzgipfel in Katar und Unruhen in Nahost (wann eigentlich nicht?). Alles tragisch und bedauerlich, aber ich wollte kurz auf ein paar mehr oder weniger BTW-Meldungen verweisen.

Gott und die Welt

Gibt es Gott? Was ist er? Wie viele ist er? .. Solchen Fragen möchte ich mich mit diesem Text annähern. Gleich vorab: ich habe selber für mich keine Antwort gefunden, und trotzdem kann man trefflich darüber philosophieren. Aktuell bin ich darauf gekommen, als ich es zwanghaft nötig fand, mir einen neuen „Thors Hammer“-Anhänger zu bestellen, mein alter ist verschwunden und ich hatte das Gefühl, dass ich einen neuen brauchte. Als Amulett, als Maskottchen, um mich vollständig zu fühlen, auch wegen einer gewissen Sehnsucht nach den nordischen Göttern in Asgard.

Kino: Marvel’s The Avengers

Bevor ich es vergesse, erzähle ich noch kurz von unserem Kinoausflug letzten Dienstag. Es ging in Marvel’s The Avengers in 3D :D Mit Superhelden bin ich bislang noch nicht sehr warm, habe all die Ironmans, Supermans, X-Mens (ich weiss, dass mans / mens falsch ist, das ist Absicht :D), Fantastic Four und was weiss ich alles immer ausgelassen. Bis Bommel mich vor einem Jahr zu X-Men „gezwungen“ hat und ich feststellte, dass es doch gar nicht so schlimm war. Auch die Comics, auf denen die Filme basieren, habe ich nie gelesen.

Die Welt ist verrückt geworden ..

Oder nein, vielleicht ist sie das einfach schon lange. Nachdem Anfang Mai das Bild „Der Schrei“ von Edvard Munch für einen Rekordpreis von 120 Mio $ versteigert worden ist, folgte am 9. Mai das Ölbild „Orange, Red, Yellow“ von Mark Rothko für 87 Mio $. Es handelt sich um ein Bild mit orangenen und gelbroten Rechtecken mit abgerundeten Ecken, umrahmt von roten Leisten. Ja .. und das wars auch schon. Zugegebenermaßen bin ich bei solchen Dingen sehr unkreativ, meiner Meinung nach müssen Bilder irgendwie realistisch oder surreal sein, damit sie irgendwie schön aussehen, und mit irgendwelchen verzerrten, kubistischen, abstrakten Strichen und Mehreck-Figuren konnte ich nie etwas anfangen. Aber sorry, …. 3 Farbflächen und ein Rand für 87 Mio $? Da bleibt mir die Luft weg.. Wirtschaftskrisen, Kriege, Hungersnöte, und andere geben so viel Geld für dieses .. Kunstwerk .. aus. Wo soll das noch enden.. Hier gehts zum Artikel mit …

Überzeugende Argumentation /ironie off

Es folgt eine kurze Geschichte über die nobelpreisträchtige Argumentationsweise der Zeugen Jehovas. Letzten Samstag morgen wurde ich von Zeugen Jehovas aus dem Bett geklingelt. Weil ich im Morgenmantel aufgemacht habe, haben sie eingesehen, dass ich weniger zu Diskussionen aufgelegt bin und haben mir nur ihre aktuelle Ausgabe des „Wachtturm“ (1. April 2012) in die Hand gedrückt. Es sei vorweg geschickt, dass ich grundlegend nichts gegen Zeugen Jehovas habe und mich auch mit Witzen darüber zurück halte, immerhin sind das normalerweise freundliche Leute und sie quatschen einen nicht an um einen zu ärgern, sondern weil innerhalb ihrer Gemeinschaft diese Missionstätigkeit erwartet wird. Davon abgesehen gibt es Schöneres, als von Zeugen Jehovas an die Wand gequatscht zu werden, aber trotzdem kann man ihnen auch freundlich die Tür vor der Nase zuhauen ^^