Monitore, wir lieben euch trotz Virtual Reality!

Auch nach über einem halben Jahr versetzt die Oculus Rift mich ins Staunen. Aber dieser Beitrag ist keine weitere Liebeserklärung an die Virtual Reality, sondern ein erstes Fazit dazu. Denn auch ich habe gemerkt: VR bringt den Nutzer zum Staunen und zum Schwärmen – aber sie hat ihre Grenzen. Und auch die „Monitor“-Spiele haben weiterhin ihre Berechtigung.

Elon Musk und Tham-Luang-Höhle – Spott für Hilfsangebot?!

Was ist denn zur Zeit los mit der Menschheit? Normalerweise halte ich mich mit kritischen Meinungen zum aktuellen Geschehen auf der Welt eher zurück – das ist schließlich nicht Thema meines kleinen Nerdblogs. Dieser Beitrag hier kommt nun spontan und aus einer Wut heraus über das ewige Geätze in den („sozialen“) Medien. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat ein Beitrag am Rande der Berichterstattung zur aktuellen Rettungsaktion von 13 in der Tham Luang-Höhle in Thailand eingeschlossenen Menschen.

Diese Glückwünsche braucht kein Mensch!

Der gestrige Internationale Frauentag kam mit einem Google Doodle, diversen Kolumnen und jeder Menge oberflächlichen Glückwünschen. Warum eigentlich „Herzlichen Glückwunsch“ oder „Alles Gute“ zum Frauentag? Wirklich, ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll. Es reicht dann für ein „Äh, danke?“, irritierte Blicke (sowohl vom Glückwünschenden als auch von mir) und natürlich im Nachgang für diesen absichtlich provokativ geschriebenen Beitrag :D Ich freue mich auf deinen Kommentar dazu ;-)

Ich kleb‘ dir eins! – Von Markenimage und Massenware

Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass manche Supermärkte ihr Obst und Gemüse mit kleinen Aufklebern versehen? Während ich immer wieder dumme kleine Aufkleber von meiner frischen Ware abpule, habe ich genug Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, warum das so ist. Und natürlich, mich über diesen unnötigen Bullshit zu ärgern. Hier ein Pamphlet über das Faken eines Premium-Images. Der Unterschied zwischen Discountern und Edeka Im Gegensatz zu Aldi und Penny gibt sich Edeka immer den Anstrich einer gehobenen Marke. Einladend ausgestellt präsentiert sich hier das Obst und Gemüse auf rustikal in Holz-Obstkisten ausgebreiteten Sackleinen, auf (Plastik-)Strohbetten in (Plastik-)Körben und einzeln aufgereiht wie in einem Theatersaal. Dazu die Beleuchtung der Frischwaren, die das Rot noch röter, das Grün noch saftiger erscheinen lassen. Dass mir gerade bei Edeka immer wieder schon verschimmelte Ware untergekommen ist, möchte ich im guten Glauben einfach mal als eine Serie von Einzelfällen einordnen. Aber gut, jedenfalls …

Euphorie über Falcon Heavy, einen Sportwagen und Visionen

Gestern am späten Abend (deutscher Zeit) haben sich Millionen Menschen den Start einer Rakete von Cape Canaveral live angeschaut. Man hatte dabei das Gefühl, dass dabei Geschichte geschrieben wird. Diese ganze Aktion und natürlich die Live-Bilder haben mich schwer beeindruckt. Was ist am Jungfernflug der „Falcon Heavy“ so besonders?

Die Darstellung Kleopatras in Assassins Creed Origins

Heute geht es wieder um Assassins Creed Origins, und zwar genauer um das Bild der Kleopatra, das hier vermittelt wird. Dazu habe ich kürzlich den Beitrag „Mainstream statt Quellenkritik“ gelesen. Hier bemängelt Autor Dom, der selbst Archäologie studierte, dass vor allem das Aussehen Kleopatras, aber auch ihr Charakter „mal wieder“ viel zu stereotypisch dargestellt wird – so, wie man sie schon aus unzähligen Filmen kennt. Ubisoft würde sich nicht nach den historischen Quellen richten. Stimmt das? Denn Dom lässt eine wichtige Gattung historischer Quellen außen vor: Die Schriftquellen. Diese Seite möchte ich heute beleuchten und damit halb auch Dom auf sein Posting antworten.

Von Indiana Jones, Archäologen und modernen Schatzsuchern

Selten sind die Fronten zwischen Fachleuten und Laien, die beide Interesse am selben Objekt haben, derart verhärtet wie zwischen Archäologen und Sondengängern mit ihren Metalldetektoren. Das Reizwort für die Archäologen lautet „Schatzsuche“, während Sondler sich häufig zu Unrecht kriminalisiert sehen. Dieser Beitrag behandelt diese tiefe Kluft – als “nicht aktive” Bachelor-Archäologin und wegen meiner Hohlweg-Videos mit vielen Sondler-Abonnenten auf YouTube befinde ich mich irgendwie mitten zwischen den Stühlen und darf mir daher ein Statement erlauben :D

Review zum Film „Ex Machina“ (2015)

Kürzlich haben wir uns im Kino „Ghost in a Shell“ angeschaut. Ich hatte mir erhofft, dass sich der Film tiefer mit der Frage beschäftigt, wo der Unterschied zwischen Mensch und Maschine verwischt. Leider wurde jegliche Tiefe des Films zugunsten von CGI-Effekten und Scarlett Johanson in einem Nackt-Suit aufgegeben. Schade. Nunja, dann also gestern Abend Ex Machina aus dem Jahr 2015. Tatsächlich ist mir dieser Science-Fiction-Film damals völlig entgangen. Er stellt sich genau diesen Fragen und geht weitaus tiefgründiger an das Thema ran. Wie kann man erkennen, ob ein Roboter keinen vorgegebenen Protokollen folgt, sondern selbst denkt?

The Arrival – Ein Film über den Erstkontakt

Angenommen, eine fortgeschrittene, außerirdische Zivilisation tritt in Kontakt mit der Menschheit. Und niemand hat einen Dolmetscher dabei. Wie kommuniziert man mit ihnen? Und wie findet man heraus, was sie überhaupt wollen? Diesen Fragen stellt sich der Film „The Arrival“. Meine hohen Erwartungen in den Film wurden nicht enttäuscht, Arrvial ist ein intelligenter Film über den Erstkontakt mit Außerirdischen, der wegen seiner etwas verwirrenden Handlungsstränge nicht unbedingt fürs Popcorn-Publikum gedacht ist. Nachfolgend ein Review zu The Arrival sowie weitere Informationen zum Hintergrund.

[Vergleich] Cities: Skylines vs. Transport Fever

Cities Skylines kam Mitte 2015 auf den Markt, Transport Fever folgte gegen Ende 2016. Beide Wirtschaftssimulatoren drehen sich ganz um die Transport-Infrastruktur. Was sind die Unterschiede beider Spiele? Während Cities Skylines den Fokus eindeutig auf den Wachstum von nichts zu Großstadt legt und dabei den Blick vor allem auf die Straßen richtet, rücken bei Transport Fever die Transportwege in den Mittelpunkt. Die beiden Spiele sind recht gut vergleichbar, aber doch so verschieden, dass keines davon besser oder schlechter ist.

Über Nachrichten, die keine sind

Mir geht es heute um Spoilerkultur und besonders um Online-Berichterstattung – und zwar wie immer natürlich absolut spoilerfrei! :D Dass TV-Serien inzwischen längst kein Verbotene-Liebe-Soap-Opera-Hausfrauen-Thema mehr ist, sondern Millionen Fans an sich binden können, ist spätestens seit Game of Thrones klar. Da fiebern derart viele Menschen mit, dass bei neuen Episoden Server wegen zu vieler Zugriffe überlastet werden, während Pornoseiten zur Ausstrahlung der Premiere Einbrüche der Zugriffszahlen verzeichnen. Die Nachfrage nach so einem Produkt ist hoch, so dass nicht nur die Pay-TV-Sender, die diese Serien anbieten, daran verdienen, sondern auch der Merchandise-Markt und nicht zuletzt auch die Onlinesparten seriöser Nachrichtenmagazine. Berichterstattung über fiktive Ereignisse – wo kommt man da hin? Und darauf gehe ich jetzt genauer ein. In Zeiten, in denen Besucherklicks in Geld umgerechnet werden können, geht es darum, möglichst viele Besucher zu sich zu holen. Und das geht kaum einfacher als bei einem derart populären Thema wie einer …

Leben wir in einer Simulation?

Wenn es um das Universum geht, dann könnten die verrücktesten Konzepte auf einmal Sinn ergeben. Das Universum ist so riesig, dass einfach alles möglich ist – und verschiedene namhafte Wissenschaftler sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir alle eigentlich gar nicht real sind, sondern wir uns lediglich in einer gigantischen Simulation befinden. Das würde z.B. erklären, warum wir bislang keine Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen entdeckt haben – sie wären in einer Simulation einfach nicht vorgesehen. In diesem Beitrag gehen wir der Simulationstheorie auf den Grund.

Paris, Brüssel, Krieg und Verderben – Die Welt ist ein Irrenhaus

Schon wieder ein Anschlag, diesmal in Brüssel. Terroranschläge schüren nicht nur die Angst davor, große Städte und Veranstaltungen zu besuchen, sie bewirken, dass Krieg und Gewalt mitten im konsumverwöhnten Europa gegenwärtig wird. Während uns die Vorgänge im Nahen Osten, in vielen afrikanischen Ländern, und wo sonst noch überall (Bürger-)krieg herrscht, bestenfalls peripher empören („Der IS zerstört Weltkulturerbe!!!11“) – oder wenn es darum geht, die davor Fliehenden unterzubringen, passieren Terroranschläge mitten in unserem behüteten Leben. Vielleicht ist es für uns eine Art Weckruf oder auch ein Wink, mal wieder zu schauen, wie es da läuft, wo die Terroristen herkommen. Man denkt sich dann, dass man doch was tun muss.. Aber was?

The Division: Statement zum Missionsabschluss

+++ Das Division HQ vermeldet das vorläufige Ende der Mission „Sicherung NYC“. Sie ist als voller Erfolg zu werten. +++ Nachdem mit maximaler Autorität gegen alle feindlichen Kombattanten vorgegangen wurde, sind inzwischen deren Führungsstrukturen komplett zerschlagen. In Teilen der Stadt sind lediglich zerstreute Restverbände aktiv. Sie operieren jedoch unorganisiert und sind daher auf niedriger Eskalationsstufe auszuschalten. Die Stadt gilt nun als gesichert und die Joint Task Force übernimmt die Reorganisation der notwendigen Versorgungsinfrastruktur, um auf mittelfristige Sicht zumindest einen Teil der Stadt wieder lebensfähig zu machen.

Die Faszination der Postapokalypse

Literatur, Filme, Spiele und was immer sonst noch, die sich mit irgendeiner Art von Apokalypse beschäftigen, sind Legion. Der Mensch ist gut darin, sich Apokalypsen auszudenken :D Angeregt durch The Division und einen Trailer zu den dort agierenden postapokalyptischen Fraktionen (siehe unten) bin ich gedanklich wieder schön auf das Thema Postapokalypse eingestellt. Was passiert mit dem Menschen, wenn staatliche Ordnungen wegfallen? Eine Frage, mit der sich auch Staatstheoretiker beschäftigt haben. In aller (fast schon sträflichen) Kürze gibt es unten zwei Gedanken aus dem 17. Jahrhundert.