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KalOnline ist ein sehr einfaches Fantasy-MMORPG mit asiatischem Setting aus dem Jahr 2004. Der große Reiz bei diesem Spiel ist die Auseinandersetzung mit anderen, internationalen Spielern. Hier stelle ich es kurz vor – inklusive einigen nostalgischen Screenshots und Geschichten aus 2005-2006 😀

Einleitung und Einordnung

KalOnlineKalOnline ist ein frühes MMORPG – ein Massive-Multiplayer-Online-Rollenspiel, das heißt, dass man nicht nur für sich alleine spielt, sondern mit beliebig vielen anderen Leuten zusammen. Veröffentlicht im Jahre 2004, gehört KalOnline also zu den wenigen MMORPGs vor dem großen Boom, der vor allem seit World of Warcraft (2005) einsetzte. Das Spiel war von Anfang an kostenlos spielbar und finanzierte sich ausschließlich über einen Item Shop.

Das Spiel kommt aus Südkorea und die Spielsprache ist englisch – und es laufen jede Menge Typen aus allen Herren Ländern rum, ist recht interessant, wen man da alles trifft ^^ Das Spielsetting ist als “The first full 3D oriental Fantasy Online Game” (Zitat von der Webseite) asiatisch angehaucht: Gebäude und Kleidung haben einen fernöstlichen Touch.

In diesem Beitrag stelle ich einige Aspekte des Spiels vor. 2005 und 2006 habe ich es schon fast als Sucht mehrere Stunden täglich gespielt. KalOnline war mein erstes MMORPG 😀 Heute, im Juli 2017, füge ich weitere Bilder hinzu und versuche zu erklären, was alles so schlecht an diesem Spiel ist und warum es trotzdem seinen Reiz hatte. Vielleicht sehen ja frühere Gildenkollegen aus HotaruKenbutsu diesen Beitrag? Wenn ja: Meldet euch, ich würde echt gern von euch hören! 😀 Ich bin der Archer Ripley bzw. Mage Lucyda.

Warum KalOnline so schlecht ist…

KalOnline ist mit modernen MMORPGs nicht zu vergleichen – der Inhalt ist viel zu dünn, es fehlt an Spielkomfort, Updates, Support und  interessanten Mechaniken. Das Spiel ist ein typischer “Asia Grinder”, die es zu dieser Zeit und auch danach öfter gab. Sie zeichnen sich vor allem durch wenig/keine Hintergrundstory, wenige Quests und dafür eintöniges Töten von Monstern aus. Ähnliche Spiele sind das chinesische Perfect World und das koreanische Silk Road Online. Auch hier steht das Grinden groß auf dem Programm, allerdings sind Perfect World und Silk Road Online in Grafik & Atmosphäre, Gameplay und Vielfalt im Spiel wesentlich weiter entwickelt als Kal Online.

Nachteile von KalOnline

Grundlegende Nachteile von KalOnline im Vergleich mit neueren MMORPGs sind diese:

  • Wenige Klassen- und Spezialisierungsauswahl (siehe dann weiter unten) sowie kaum Skills (etwa zwei Heilskills für Mages: ein Single- und ein Gruppen-Heal)
  • Keine (interessante) Hintergrundstory
  • Elendig langes und eintöniges Leveln. Geht am Anfang der Stufenaufstieg noch recht schnell, dauert es zunehmend länger, so dass man auf hohen Leveln wortwörtlich (!) stundenlang immer die gleichen Gegner töten muss, um 0,x Prozentpunkte (in Worten: NULL Komma X Prozent) in der Erfahrungsleiste voranzukommen
  • Wenige Quests: Anfangs gibt es noch viele Quests (alle gähnend langweilig), mit aufsteigendem Level werden das aber immer weniger, und ab etwa Level 43 oder so gibt es pro Level (!) nur exakt eine Quest. Questbelohnung sind dann immer 10% des aktuellen EP-Balkens, sonst nichts. Das ist natürlich schon ziemlich viel (siehe oben). Meistens soll man x Gegenstände sammeln, die meistens sehr selten droppen. So ist man gezwungen, tagelang die gleichen Mobs zu farmen, bis man seine 10 Beads zusammenhat. So macht man beim Erledigen der Quests vielleicht 20% und bekommt als Belohnung noch 10% dazu. Questgegenstände können, wie alles andere, auch verkauft werden und kosten meistens richtig viel Geld – aus genannten Gründen
  • Unnötig harte Strafen beim Tod: Wer stirbt, verliert mindestens 2 bis höchstens 6 % vom EP-Balken. Das bedeutet auf Level 57 (weiter war ich nie), dass durch einen Tod wortwörtlich (!) tagelange Arbeit sofort weg ist. Es ist unglaublich frustrierend, kurz vor Levelup zu sterben. Mir kamen da teils die Tränen und ich musste 2 Tage Pause vom Spiel machen, so dramatisch war das
  • Viele Lags durch koreanische Server: Auch dann, wenn man perfekt und ohne Risiko spielt – was man sollte, siehe Strafen bei Tod – kann keiner was gegen Lags unternehmen. Wer Pech hat, tritt ein paar Sekunden auf der Stelle und findet sich dann tot wieder. Lags sind eigentlich die häufigste Todesursache in KalOnline
  • Drops sind nur eine gewisse Zeit für den zugehörigen Spieler reserviert, danach kann ihn sich jeder nehmen. In KalOnline gibt es einige Ausrüstungsgegenstände, die außerordentlich selten sind. Es gibt nichts Schlimmeres, als durch einen Lag zu sterben, 6% zu verlieren und zu sehen, dass gerade das Teil gedroppt ist, dass man so gerne hätte – das kann sich dann nach wenigen Minuten jeder andere nehmen.

Bei moderneren, größeren Spielen ist das “persönliche Erlebnis” für jeden Spieler bis zu einem gewissen Grad geschützt. Das Spielen soll Spaß machen und keinen Frust verursachen. Dafür sorgen etwa Instanzen, die für einen Spieler oder eine Gruppe ihr eigenes Spielumfeld nur für sie bereitstellt. Für jeden Spieler stehen ausreichend Gegner zur Verfügung und wer stirbt, verliert nicht viel.

Das alles gibt es in KalOnline nicht.

Anarchie und Willkür

Spieler sind zudem kaum vor der Willkür anderer Spieler geschützt. Nirgends kann man so toll andere Leute nerven und ihren Spielspaß angreifen wie in KalOnline.

  • Kill Stealing (KS): Es gibt keine reservierten Kills. Normalerweise bekommt heute bei einem getöteten Gegner derjenigen die EP, der ihn zuerst verwundet hat. In KalOnline verteilen sich die EP dnach, wer man meisten Schaden am Gegner gemacht hat. Ein hoher Spieler kann also jederzeit auf das Mob eines niedrigen Spielers schießen und nimmt ihm damit die EP mit. Effektiv kann der niedrige Spieler dann einfach nicht mehr leveln, weil er keine EP bekommt
  • Es gibt keine Instanzen: Die gesamte Spielwelt ist öffentlich. Das heißt, man muss sich seinen “Spielplatz” wirklich reservieren. Ist ein guter Spot belegt, muss man woanders hingehen, und man kann auch jederzeit vertrieben werden
  • Speed up: Das Lauftempo ist im Spiel außergewöhnlich gering. Mages ab Level 38 haben die Fähigkeit, einen Speed-Buff zu verteilen, der einen Spieler 30 Minuten lang schneller werden lässt. Mages können Geld damit verdienen, anderen Leuten Speed-Ups zu verpassen.
  • Revive: Wer stirbt, verliert viel Zeit. Wird man von einem Mage (ab Level 37) wiederbelebt, reduziert sich der Verlust auf die Hälfte. Mages haben also große Macht – sie können entscheiden, ob sie einen toten Spieler, der ihnen Mobs geklaut hat, reviven oder nicht.
  • Assa-Party (siehe weiter unten)
  • Lure to Death (denglisch für to lure, anlocken): In anderen Spielen laufen Mobs nur eine gewisse Zeit lang hinter einem Spieler her und kehren dann um. In KalOnline verfolgen sie den Spieler so lange, bis dieser einen gewissen Abstand zu den Gegnern erreicht hat. Wenn die Mobs genauso schnell sind wie der Spieler, verfolgen sie ihn, bis er einen Safe Spot (zB. eine Stadt) findet. Die Mobs bleiben dann genau dort stehen und laufen nicht wieder zurück. Dieses “Luren” kann man nutzen, um Spieler zu töten. Man suche höherstufige Gegner, sammle möglichst viele davon ein und lade sie irgendwo ab, wo sie niedrigstufigere oder AFK-Spieler töten können. Und sterben ist unendlich frustierend, siehe oben. “Lure to death” wurde als Rache oder einfach zum Spaß gemacht – auch ich hab das gemacht >_>

Durch all diese Punkte sind Spieler immer wieder gezwungen, mit anderen Leuten zu kommunizieren – ich habe viele polnische und holländische Beleidigungen gelernt! Benimmt sich ein Spieler richtig daneben, dann kann sich eine regelrechte Hexenjagd entwickeln.

Kleine Galerie des Spaßes mit anderen Leuten in KalOnline

… und warum es trotzdem seinen Reiz hat

Bei all diesen vernichtenden Attributen fragt man sich, warum KalOnline dann trotzdem großen Zulauf hatte. Ich selbst bin dem Spiel ja auch völlig verfallen.

  • Es hängen Emotionen am Spiel: Ja, großer Frust auch, aber auch Euphorie bei einem seltenen Drop, Schadenfreude, Spaß, Befriedigung, und Wut über andere. Diese Emotionen gehören zum Spiel dazu – das gibts in WoW bestenfalls in schweren Raids oder Inis oder im PvP, aber nicht in der täglichen Routine. Letztlich entspannt es auch, immer wieder das gleiche zu tun und man kann dabei nachdenken ^^
  • Es gab nicht viele Alternativen – der Release von WoW hat dementsprechend spürbar Spieler aus KalOnline abgezogen
  • KalOnline war mein erstes MMORPG, und das Konzept, mit vielen Leuten in einer vollständigen Welt zu spielen, fand ich super – da waren mir die Nachteile egal. Einen Vergleich hatte ich sowieso nicht
  • Interessante Leute im Spiel -> Die Spielergemeinschaft verbindet und fesselt
  • Durch mangelnde “Schutzmechanismen” muss man sich wesentlich mehr mit anderen Spielern auseinandersetzen, das sorgt für besondere Dynamik
  • Alles in allem hatte KalOnline viele Fehler und Nachteile – aber auch seinen gewissen Charme

In modernen MMORPGs findet das interessante Geschäft in der Regel in Instanzen “hinter abgeschlossenen Türen” statt und man sieht wahre Promis unter den Spielern nur sehr selten wirklich im Spiel. In KalOnline dagegen gibt es ja keine Instanzen. Man kann also theoretisch den Koryphäen bei der Arbeit zuschauen und DEM berühmten Magier aus den Top 5 im Levelgebiet über den Weg laufen.

Daher ist KalOnline wesentlich offener als andere MMORPGs. Man kommt besser mit anderen in Kontakt – im guten wie auch im schlechten Sinne. Allerdings ist das Spiel heute wohl eher nur aus nostalgischen Gründen zu empfehlen.

KalOnline Lets kill her

Zwei Spieler reden öffentlich darüber, mich als Assassin töten zu wollen (weiße Schrift)

Das hier war eine lustige Geschichte. In KalOnline sieht man nicht, welches Level andere Spieler haben. Man kann es nur an ihrem Equipment/verwendeten Skills ungefähr abschätzen. Hier habe ich mir Low-Level-Equipment angezogen und habe in einem niedrigen Gebiet aus Spaß niedrige Monster getötet. Zwei Assassine mit niedrigem Level befanden sich in einem Save Gebiet, wo man sie nicht töten kann. Sie reden im öffentlichen Chat darüber, ob sie das Save Gebiet verlassen sollen, um mich, den “Noob”, zu töten. Obwohl der eine starke Bedenken hatte, haben sie es gemacht – und wurden dann von mir außerhalb der Save Zone getötet.Wolf im Schafspelz! Sowas ging nur, weil man inkognito ohne Levelanzeige unterwegs ist.

Kal Online Snow Event

Hilfreicher Ratschlag im serverweiten Kommunikationskanal (pinke Schrift)

Mein 2005-Guide to KalOnline 😀

Die Klassen

Zunächst erstellt man sich einen Char (Charakter = Spielfigur), es gibt drei Klassen:

  • Knight (Schwertkämpfer)
  • Archer (Bogenschützin)
  • Mage (Magierin)
  • Thief (Diebin) (kam später dazu, habe ich nie ausprobiert)

Das Geschlecht des Charakters ist vorgegeben: Mages, Archer und Thiefs sind weiblich, Knights männlich. Hat man sich einmal für eine Klasse entschieden, kann man diese nicht mehr umändern (höchstens wieder von vorne anfangen). Auf Stufe 50 verzweigen sich dann die Klassen weiter, für jeden Klasse gibt es zwei Optionen.

Knight

KalOnline Knight G46

Ein Vagabond-Knight in G46, zu dem Zeitpunkt einer der wenigen Spieler über Lvl 50 (zu sehen am G50 Schwert)

Knights sind robust. Klar – es sind die einzigen Männer im Spiel. Sie haben bessere Rüstungswerte und mehr HP (Health Points = Energie). Dafür machen sie zumindest in den ersten rund 40 Leveln nicht sonderlich viel Schaden an Monstern. Auch deswegen, weil es einfach an guten Skills fehlt. Knight sind daher lange Zeit einfach nur Prügelknaben ohne große Vorteile. Während Mages und Archer aus der Ferne angreifen können und damit die Mobs zu sich holen können, muss der arme Knight wirklich erst hinlaufen. Böse Archer haben bis dahin das Mob schon längst für sich reserviert.

Ab Level 50 können sich Knights zwischen einer Tank-Spezialisierung (Commander) und einer Damage-Spezialisierung (Vagabond) entscheiden. Ab hier machen Vagabonds mit Zweihandschwertern auch richtig Schaden.

Allerdings ist die “heilige Dreifaltigkeit” aus Tank, DD und Heiler in KalOnline so gut wie nicht vorhanden – zumindest bis Level 50.

Archer

KalOnline Archer G46

Meine Ripley endlich in full G46 und mit G45 Bogen

Archer sind reine Damage Dealer. Sie haben weniger HP und bekommen auch mehr Schaden, dafür haben sie eine sehr kraftvolle Attacke, den Staggering Blow (oder später Heart Breaker, der das Opfer noch für einige Sekunden lähmt). Diese Attacke ist 50 Level lang unschlagbar. Der Nachteil dieses Skills ist, dass er 2-4 Sekunden zum Aufladen braucht, was aber im Anbetracht des Schadens, den man damit anrichtet, gerne in Kauf genommen wird ^^

Etwas inkonsequent ist bei Archern, dass einfache Schüsse mit dem Bogen auf dem Attribut Stärke basieren. Der Staggering Blow nutzt aber Agility, um seinen Schaden zu erhöhen – deswegen spielt man in der Regel auf Agility. Damit machen einzelne Bogenschüsse natürlich wenig Schaden.

Auf Level 50 kann der Archer als Expert Archer diesen hohen Single-Target-Schaden-Weg fortsetzen oder er schlägt den Weg des Imperial Commanders ein. Sieht man recht selten: Imperial Commanders verteilen Debuffs und entfernen Buffs.

Ich hab 2006 recht aufwändig einen Skill- und Levelguide für Agility-Archer geschrieben. Wohl bekomms 😀

Kal Online Expert Archers

Drei Expert Archers mit der Lvl 50-Attacke. Auch liebevoll als Wunderkerzen bezeichnet ^^

Mage

Mage in full G46 und mit G48 Stick

Mage in full G46 und mit G48 Stick

Mages haben am wenigsten Widerstandskraft. Dafür können sie zwischen drei Hauptangriffsskills wählen: Feuer, Eis oder Blitz. Somit sind Mages die einzige Klasse, die wirklich eine Wahl haben, was den Einsatz ihrer Skills betrifft. Blitze werden später fast so kraftvoll wie der Staggering Blow der Archer, haben aber eine kürzere Castzeit.

Mit Eis und Feuer bekommt man dafür später einen AoE-Skill, mit dem man gleich mehrere Gegner im Umkreis gleichzeitig angreifen kann. Die Eis-Variane, Splashy Ice, hat einen Sekundenbruchteil Castzeit, erzeugt einen Eiskreis um den Mage herum und ist nach etwa einer Sekunde wieder einsatzbereit. Splashy ist ein Standardskill für jeden Mage, da man dadurch an beliebten Splashy-Partys teilnehmen kann.

Zudem können Mages sich selbst und andere heilen, sie können speeden (später sehr wichtig, wenn die Monster schneller sind als man selbst), buffen (sich selbst und anderen kurzzeitig bessere Eigenschaften verleihen) und reviven (Spieler, die im Kampf keine HP mehr haben und 10 Minuten lang tot am Boden hocken, wiederbeleben).
Durch diese Skills sind Mages natürlich sehr beliebt bei Archern und Knights, da diese das alles nicht können.

Auf 50 können sich Mages für den “Kampfmage” (Hermit) entscheiden, der besonders gut AoE machen kann, oder für den puren Heiler. Letzterer kann ohne Gruppe nicht mehr leveln, weil er wirklich keinen Schaden macht.

Ausrüstung und deren Grades

Man startet als Neuling (= Newbie = Newb = Noob = Kacknap ^^) ohne Ausrüstung , nur mit der Standard-Waffe (Sword, Bow oder Stick). Jetzt geht es darum, sich ordentliches Zeugs zusammenzusuchen, also eine bessere Waffe und bessere Kleider.

Die Waffe, die man am Anfang hat, ist Grade 1 (kurz g1), also das Einfachste, was es an Waffen geben kann, und hat auch nicht grad die besten Eigenschaften. Rüstung hat man noch gar keine.

Seine Ausrüstung kann man nun durch Drops von Monstern oder durch Kaufen verbessern. Geld bekommt man ebenfalls, indem man Monster tötet, denn dabei droppt sowohl Geld als auch Waffen/Ausrüstung und anderes Zeug wie Medizin.

Eine komplette Rüstung besteht aus

  • Armor (Oberkörper)
  • Shorts (Hose/Rock/was auch immer),
  • Boots (Stiefel/Schuhe),
  • Gloves (Handschuhe)
  • Hood/Helmet/Hair Decoration

Die erste Rüstung, die man über G1 bekommen kann, hat den Grade 8. Insgesamt gibt es bisher 7 unterschiedliche Rüstungsgrades – je höher, desto besser. Die beste ist bis jetzt g50, ist aber noch sehr selten, nur sehr vereinzelte High-Levels tragen einzelne g50-Teile.

Die Ausrüstung kann man mit Talismans, die von Monstern gedroppt werden, verbessern. Das ist teuer und auch riskant – aber mit einer richtig hoch aufgemotzten +15-Waffe kann man ziemlich angeben 😀

Leveln und Drops

Tötet man Monster, bekommt man dafür Erfahrungspunkte (=Exp). Hat man genügend Erfahrungspunkte, steigt man ein Level auf und wird dadurch stärker.
Die Levelangabe ist sowas wie die Grades bei den Rüstungen und Waffen, je höher, desto besser und stärker. Zudem lernt man nach einem Levelup auch neue Skills (= Fertigkeiten, zB. neue Angriffmöglichkeiten) oder verbessert die schon Bestehenden.

Am Anfang geht das “leveln” sehr schnell, je höher man jedoch aufsteigt, desto mehr Exp muss man sich verdienen, um ein weiteres Level aufzusteigen. Das höchste erreichte Level ist derzeit (4.Juli 2005) Level 60, diese Leute spielen das Spiel aber auch schon seit Anfang an, also seit Dezember 2004. Je höher das Level eines Spielers, desto stärkere Monster kann er auch töten, und je stärker die Monster, desto besser die Drops.

Während die ersten Monster (Demon Vulgar) noch g5-Waffen, g8-Ausrüstung oder 2 Geon (Geon ist die Währung in Kal) droppen, droppen spätere Monster, wie die, die ich mit Lvl 51 grad töte, g45/48-Waffen, g46-Klamotten (g46 ist die zweitbeste Rüstung) oder ~200 Geon.

Monsterunterteilungen

Das Leben der Monster in der Kal-Welt sieht so aus, dass sie irgendwo spawnen (“auftauchen”) und dann abwechselnd ein paar Sekunden an einer Stelle stehenbleiben oder die gleiche Zeitspanne langsam ziellos herumspazieren. Bis sie getötet werden und wieder spawnen 😀

Monster lassen sich ua. unterscheiden durch aggressives/nichtaggressives Verhalten und Beheadbarkeit/Nichtbeheadbarkeit.

Angriffsverhalten der Monster

Nichtaggressive Monster (nichtaggro Mobs): diese gibts mit wenigen einzelnen Ausnahmen nur am Anfang, um es Neueinsteigern leichter zu machen. Sie sind friedlich und greifen nicht von selbst an. Nur wenn sie selbst angegriffen werden, werden sie aggro.

Aggressive Monster (aggro Mobs): Aggro Mobs haben aggressive Phasen (wenn sie “ziellos herumlaufen”), während denen sie einen in der Nähe vorbeilaufenden Character bemerken und ihn angreifen und nichtaggressive Phasen (während sie nur herumstehen), dann kann man direkt neben einem stehen und sie bemerken einen nicht. Diese Arten sind natürlich zum Leveln sehr viel gefährlicher, da sie meistens dicht beieinander stehen und man so sehr schnell eine ganze Handvoll Mobs an einem haben, die auf einen einschlagen.

Man kann nicht erkennen, ob Mobs aggro oder nicht aggro sind – entweder man weiß es, oder man merkt es.

Manaregeneration über Behead-Skill

Beheadbare Mobs

Diese Monster lassen sich, nachdem man sie getötet hat, mit Hilfe des Behead-Skills beheaden (= köpfen), wodurch man 10% seines maximalen HP- und Manavorrates zurückbekommt. Sollte man also machen, da es Meds spart und den Manavorrat wieder etwas auffüllt. Archer haben immer Manaprobleme, daher sollten Archer bevorzugt beheadbare Monster töten.

Nichtbeheadbare Mobs

Nur wenige Monsterarten lassen sich nicht beheaden, dh. man bekommt keinen HP/Mana-Schub, nachdem man sie getötet hat. Dazu gehören alle Ghosts sowie menschenähnliche Monster wie
Doggebis, Skellette, Tomb Keepers, Traitors und im 3. Dungeon auch Hermits. Hier schwindet der Manavorrat natürlich viel schneller als bei beheadbaren Monstern.

KalOnline behead

Ab mit seinem Kopf! (und nettes Gespräch im (weißen) Chat oO)

Relative Stärke von Monstern

Die Namen der Monster sind in verschiedenen Farben gehalten, damit man gleich erkennt, wie das Level des Monsters im Bezug zu einem selbst ist, dh. stärker, schwächer oder gleich stark als man selbst. Je nachdem bekommt man für das Töten eines stärkeren Monsters auch mehr Exp als bei einem schwächeren.

  • grau: Graue Monster sind sehr viel schwächer als man selbst. Sie geben keine Exp und droppen ausser Questitems auch nichts.
  • blau: Diese Monster sind sehr schwach, sie droppen normal und geben 50% Exp.
  • grün: Monster ist 6-10 Level unter dir, droppt normal und gibt 75% Exp.
  • gelb: Monster ist auf dem gleichen Level wie du oder bis zu 5 niedriger, es droppt normal und gibt 100% Exp.
  • orange: Monster ist 1-5 Level höher als du, droppt normal und gibt 125% Exp.
  • rot: Monster ist 6-10 Level über dir, droppt normal und gibt 150% Exp.
  • lila: Lila Monster sind am Schwersten zu töten, sie sind mindestens 11 Level über dir und geben doppelt soviel Exp als wie wenn sie gelb wären.

Archer haben die ersten 50 Level die stärksten Angriffskills und machen damit sehr viel Schaden. Daher sollten sie immer bei lilanen Monstern leveln, um den 50%igen ExpBonus gegenüber der roten Monstern zu bekommen.

KalOnline Gigantic Species

Ein lila Gigantic Species Ignoramus

Shops und NPCs

Wie ich schon oft erwähnt habe, kann man sich Ausrüstung kaufen. Das geht entweder bei den NPCs (Non Player Characters, also Personen, die vom Computer gesteuert werden), die alles mögliche an Ausrüstung und Waffen verkaufen. An diese NPCs kann man auch Ausrüstung, die man gefunden hat, verkaufen – bekommt jedoch nur ein Bruchteil dessen, was das Teil wirklich wert ist.

Die zweite Möglichkeit ist, von Privatspielern zu kaufen. Jeder Spieler ab Lvl 11 kann einen eigenen Privatshop aufmachen und Gegenstände verkaufen. Dabei setzt sich der Spieler hin, legt das Zeug, das er verkaufen will, in seine Auslage und setzt den Preis fest. So lange er verkaufen will, muss er sitzen bleiben. Heißt: Shops sind eigentlich immer AFK-Spieler und man verkauft am Besten über Nacht. Als Käufer kann man hier also sehr gut Preisvergleiche machen, indem man sich erstmal das Angebot ansieht und dann dort kauft, wo es den gesuchten Gegenstand am Günstigsten gibt.

Der Verkäufer wiederum hat den Vorteil, dass er für seine Sachen ein Vielfaches dessen bekommt, was der NPC ihm dafür bezahlen würde.

KalOnline Shops

Jeder gelbe Schriftzug steht für einen Shop

Animal-Transformation

Transformation: Panther

Mit Lvl 15 kann jeder Spieler eine Quest (= Aufgabe, für die es eine Belohnung gibt) annehmen, für die er ein Egg bekommt.

Dieses Egg muss man viele Level lang “brüten” – das Egg benötigt genau wie man selbst Exp, um zu “wachsen”. Alle drei Minuten bekommt es automatisch 10 Exp und pro getötetem Gegner nochmal mindestens 1 Exp. Wenn man das Egg erhält, ist es g1, sobald es g11 erreicht hat, wird aus dem Egg ein Tier, in das man sich verwandeln kann. Für Knights gibt es den Tiger (Stärke), für Archer den Panther (Agility) und für Mages den Bird (Intelligenz).

Mit Hilfe dieser Verwandlung kann ich mit meinem Panther zB hervorragend aus Gefahren flüchten. Der Panther ist schneller als die anderen Transformationen und auch schneller als alle anderen Monster. So kann ich immer abhauen, wenn es für mich eng wird 😀

 

Gilden

Gilden sind sozusagen erweiterte Partys. Man kann einer Gilde beitreten und bleibt dann so lange darin, bis man von selbst wieder austritt oder gekickt wird (was nur passiert, wenn man sich danebenbenimmt normalerweise).

Gildenübersicht

Sobald eine Gilde von einer Gruppe von Spielern gegründet wird, kann sie weitere Mitglieder aufnehmen. Für eine Gilde ist es natürlich gut, möglichst viele gute Spieler zu haben, daher werden normalerweise keine Spieler aufgenommen, die unter Lvl 25 sind.

Unsere Gilde HotaruKenbutsu

Die Gilde ist sowas wie die Familie im Spiel. Man hilft sich gegenseitig, findet Freunde, hat Spaß und man levelt zusammen. Ich selbst bin seit Lvl 20 in der Gilde HotaruKenbutsu, die von einigen Spielern aus meinem Forum gegründet wurde. Sie ist ein weiterer Grund dafür, warum ich noch immer spiele ^^

Erstens bin ich Subleader der Gilde (also der zweite Chef sozusagen) und zweitens sind mir viele der Gildenmitglieder sehr ans Herz gewachsen.

Gildenlevel

Sobald eine Gilde gegründet wird, ist sie eine Gilde Lvl 1 – das heißt eine neue Gilde. Um diese Gilde weiterzubringen, müssen die Mitglieder von ihren gesammelten Exp an die Gilde spenden. Sobald genug Exp zusammen sind, steigt die Gilde im Level auf und kann dadurch weitere Mitglieder aufnehmen. Ein unfassbar hirnrissiges System – Exp, die sowieso so schwer zu verdienen sind, auch noch an die Gilde spenden. Okay, das zeigt natürlich, dass einem die Gilde am Herzen liegt.

  • Gilde Lvl 2: der Name der Gilde und der Rang, den ein Spieler in ihr belegt, wird unter dem Namen eines Gildenmitglieds angezeigt. Höchste Anzahl an Gildenmitgliedern: 26.
  • Gilde Lvl 3: alle Gildenmitglieder können eine Gildenflagge tragen und somit immer zeigen, dass sie einer Gilde Lvl 3 oder 4 angehören ^^ Diese Flaggen sind zudem für andere Zwecke praktisch, das geht jetz aber zu tief in die Materie ^^ Zudem kann eine Lvl 3 Gilde mit einer Lvl 4-Gilde eine Allianz eingehen und so am Castle Siege teilnehmen (dazu später mehr). Höchste Anzahl an Mitgliedern: 37, soweit ich weiß.
  • Gilde Lvl 4 (höchstes Gildenlevel): diese Gilde kann eigenständig am Castle Siege teilnehmen und, wenn sie gewinnt, auch die Steuern bei den NPCs bestimmen und damit viel Geld einnehmen.

Unsere Gilde, HotaruKenbutsu, ist Lvl 4.

Gilde ^^

Teacher/Student-Relation

Seit einigen Wochen ist dank der Teacher-Student-Relationship der Einstieg für neue Spieler viel einfacher geworden. Jeder neue Spieler unter Level 16 kann sich einen Lehrer suchen und bekommt somit Kontakt zu Spielern mit höherem Level, größerem Wissen und viel mehr Erfahrung.

Der Schüler bekommt, sobald er von einem Spieler über Level 16 als Student akzeptiert wurde, gratis eine G8-Rüstung vom Server und von vielen Teachern als Starthilfe eine bessere Waffe geschenkt.

Damit Spieler mit höherem Level einen Anreiz haben, Schüler aufzunehmen und ihnen die vielen Fragen zu beantworten, bekommen sie 5% von dem Geld, das der Schüler durch das normale Monstertöten erhält. Schüler wie auch Lehrer bekommen, sobald der Student Lvl 16 erreicht (und somit theoretisch selber Lehrer werden kann) 20k vom Server; desweiteren 50k, sobald der Schüler Lvl 30 erreicht.

Aktivitäten im Spiel

Hauptsächlich geht es um stinklangweilige Levelarbeit. Aber es gibt Möglichkeiten, diese Arbeit spannender und spaßiger zu gestalten – und davon abgesehen gibt es weitere Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Vieles davon steht allerdings schon ganz oben unter Anarchie und Willkür 😀

Gruppenspiel in Partys

Da man ja nicht alleine auf der Welt ist, kann man sich temporär zu Partys zusammenschließen und zusammen mit anderen Spielern Monster jagen. Um eine Party bilden zu können, muss man mindestens einen anderen Spieler finden, insgesamt können jedoch höchstens 6 Chars in eine Party.

In einer Party werden die verdienten Exp und das Geld anteilsmäßig nach Level geteilt, was mit den besseren Drops passiert, muss man vorher klären. Entweder sie gehen an denjenigen, der den Gegenstand am ehesten braucht oder sie werden verkauft und das Geld geteilt. Aus diesem Grund schließen sich Spieler zu “Droppartys” zusammen, die speziell zum Finden von Gegenständen gebildet werden. Je mehr Monster man in kurzer Zeit tötet, desto höher ist die Chance auf einen guten Drop. Und zu sechst tötet man weitaus schneller als alleine ^^

Ein weiterer Grund für Partys ist das Eggen. Pro getötetem, gelben oder höheren Monster in der Party bekommt das Egg/Tier jedes Spielers mindestens 1 Exp, das heisst, je mehr Monster man tötet, desto mehr Exp bekommt das Egg. Bei Eggingpartys kommt es nicht auf die Drops oder die eigenen Exp an, sondern nur darauf, dem Egg/Tier möglichst viele Exp zu verpassen, daher werden die schwächsten möglichen gelben Monster getötet. Bei diesen ist der höchste Killspeed möglich. Für das Töten von grünen/blauen/grauen Monstern bekommt das Egg keine Exp.

Eggingparty

Eggingparty mit den Gildenmitgliedern Asmodis, Saph, Nudel, miraborg und Skadia

Party-Mechaniken

In KalOnline sind Partys meistens ausgedehnte, eintönige Veranstaltungen, die sich ohne Pause über viele Stunden hinziehen können. Und zwar infight! Wenn in KalOnline ein Monster stirbt, dann spawnt es umgehend in seinem Ursprungsgebiet neu. Stellt sich eine Party also in den Spawn-Punkt und tötet 5 Monster, kommen sofort 5 neue Monster an. Deswegen sind Spawnpunkt-Partys ziemlich beliebt: Die Monster kommen zum Spieler, man muss nicht weite Wege laufen. Das heißt auch, dass man ohne Pause die schießt, schlägt und zaubert. Man hat kaum Zeit dafür, die Drops aufzuheben – man sieht es im Screenshot oben.

Insgesamt ergeben sich interessante Gruppendynamiken, die auf den spieleigenen Regeln basieren und die es sonst so nicht gibt.

Splashy-Partys

Wie erwähnt, bekommen Mages irgendwann in den 30ern den Skill Splashy. Wäre es nicht geil, wenn sich nun 5 Splashy-Mages und ein Heiler zusammen in den Spawn stellen und stundenlang nur auf die Splashy-Taste drücken? Die Monster sterben in Sekunden, ohne dass man sie überhaupt anvisieren muss. Mana gibt es durch das Beheaden zurück. Das ganze geht nur dann effizient, wenn es ein wirklich enger Spawn ist – wie im Dungeon 1.

Manchmal engagiert man dazu auch einen niedrigstufigen Spieler, der nur die Drops aufhebt.. 😀 Für meine Mage hab ich das auch schon gemacht. Diese Typen freuen sich über viele EP, etwas Geld und einen relativ sicheren “Job”, und man selbst verliert keine Zeit damit, irgendwelches Geld aufzuheben.

KalOnline Splashy Party

Hier nehme ich an einer Splashy Party teil.. Irgendwie fühlt man sich damit sehr privilegiert 😀

Lure-Partys

Da Mages auf hohem Level, insbesondere ab Lvl 56, ziemlich effizient und schnell auch alleine viele Mobs töten können, bieten sich Lure-Partys an. Hier tun sich ein oder mehrere Mages zusammen und holen sich einen Lurer dazu – einen robusten Knight (Commander) oder einen Archer. Der rennt also durch die Gegend und sammelt alle Mobs ein. Damit rennt er zu der/den Mage/s, die dann die Hölle entfachen und die Viecher alle umlegen. Der Lurer rennt gleich weiter, während die Mage-schaft Drops aufhebt und Mana regeneriert.

Auf Lvl 56 machen das viele Mages auch allein im Dungeon 1. Sie luren die Mobs eines Raums zusammen und killen sie dann am Eingang des Raums, wo nicht sofort neue Mobs spawnen. Ein einziger Mage kann so einen ganzen Raum für sich vereinnahmen und andere Spieler haben kaum eine Chance, genügend Mobs für sich selbst zu finden. Wie gesagt – es gibt keine Instanzen.

ASSASSIN!

Mein Archer Ripley mit Assamaske

Normalerweise können Spieler keine anderen Spieler angreifen, außer man duelliert sich. In KalOnline gibt es dennoch eine Art von Open PvP: Das Assassin-System. Assassine können sowohl andere Spieler angreifen und töten als auch von normalen Spielern attackiert und auch getötet werden. (Ähnlich wie “abtrünnige Agenten” in The Division)

Wie wird man zum Assassin und wie läuft es ab?

Um ein Assassine zu werden, muss man sich zunächst eine einmal nutzbare Assassin-Maske kaufen, die beim Mask Merchant 15.000 Geon kostet. Sobald man sie per Rechtsklick aufsetzt, wird der eigene Namensschriftzug durch “ASSASSIN” in roter Farbe ersetzt, als Warnung an die anderen Spieler, dass ihnen hier Gefahr drohen könnte.

Jetzt kann man außerhalb von Städten jeden beliebigen anderen Spieler angreifen, ist jedoch auch selbst angreifbar. Die Maske kann man nicht selbst wieder absetzen, sie verschwindet erst, sobald der Assassin getötet wurde, oder nach (ich glaube) drei Stunden Ingame-Zeit ohne Kampf.

Wird der Assassin von einem anderen Spieler getötet, besteht die Chance, dass er ein beliebiges Item in seinem Inventar, selbst wenn er es ausgerüstet hat (zB. die Waffe) droppt. Ich habe mal meine g42-Boots verloren, als ich als Assassin getötet wurde. Zwar traurig, aber nicht so schlimm, wie wenn ich JETZT g46-Zeug, meinen Panther oder meinen Bogen droppen würde ^^ (Anmerkung: Der Panther IST später auch noch gedroppt .. Traurig).

Um die Spieler mit niedrigem Level zu schützen, ist eine große Region rund um Narootuh, der ersten Stadt, eine Save Zone, in der jeder vor Assassinen sicher ist. In dieser Safe Zone können sich Assassins nur untereinander angreifen, normale Spieler sind jedoch sicher.

Wozu gibt es Assassins?

Die Assassinmaske ist wohl eigentlich dafür gedacht, dass man nervige Leute oder Betrüger oder Kser (Kill-Stealer) töten kann. Sie wird jedoch auch gerne als Alternative zum ewigen Leveln benutzt. Es ist eben ein besonderer Reiz, kein normaler Spieler mehr zu sein, sondern sowohl andere Spieler angreifen zu können als auch sozusagen Freiwild für alle andere zu sein.
Ausserdem entstehen auf diese Weise recht amüsante Jagden, wenn 20 oder mehr normale Spieler einen Assassin jagen, aber nicht erreichen können ^^

Assa-Party

Besonders lustig ist es, wenn man eine Assa-Party veranstaltet, also mit mehreren anderen Assas zusammen rumläuft und Angst und Schrecken verbreitet ^^ Zwei meiner Gildenkollegen und ich sind recht oft als Assassins unterwegs, es macht einfach Spaß ^^ Es geht nicht einmal darum, wehrlose Low Levels über den Jordan zu schicken – das ist unsportlich und langweilig. Sondern eher darum, eine Jagd über die halbe Map zu veranstalten und den Server zu mobilisieren.

Castle Siege

Ripley an der Flagge .. nicht während dem Castle Siege

Jeden Samstag um 14 Uhr deutscher (Sommer-)Zeit befindet sich ganz Kal im Ausnahmezustand, denn dann herrscht für zwei Stunden Gildenkrieg. Der Castle Siege ist DAS PvP-Event in KalOnline überhaupt – leider ist es ziemlich unausgereift, was das Balancing angeht. Wenn Spieler hier sterben, sollten sie eigentlich keine Exp verlieren. Genau das hat oft aber nicht funktioniert. Es passierte also oft genug, dass man getötet wurde und trotzdem jede Menge Exp verloren hat. Der KalOnline-Support hat dann die Schulter gezuckt. Aus diesem Grund – und weil es häufig eine unfaire Massenschlacht war, haben wir auch schnell aufgehört, daran teilzunehmen.

Darum geht es beim Castle Siege

Sobald eine Gilde Level 4 ist, kann sie das Castle besetzen und somit die Steuer im Spiel bestimmen (gibt viel Geld^^). Andere Gilden können diese “Herrschergilde” nur absetzen, indem sie sie im Castle Siege besiegen. Steuer wird auf jeden Gegenstand, den man bei NPCs kauft, aufgeschlagen.

Zur Zeit besetzt die größtenteils deutsche Gilde PussyWagon das Castle und bildet so mit ihrer Allianzen und allen deren Mitglieden das Defenderteam. Jede Level-4-Gilde kann dieser einen Gilde den Krieg erklären und so entweder allein oder ebenfalls mit Allianzen am Krieg teilnehmen.

Im Zentrum des Castles befindet sich eine Pyramide, auf deren Spitze steht die Gildenflagge. Solange diese nicht zerstört wird oder keine andere Gilde die Flagge gesetzt hat, bleibt das Castle im Besitz von PussyWagon.

Das Castle selbst ist durch dicke Mauern und 5 Tore geschützt, die zunächst von den Angreifern zerstört werden müssen. Das Ziel aller Angreifer ist also, zunächst den Weg zur Pyramide frei zu machen, dann die Pyramide in Besitz zu nehmen und die Defender-Flagge zu zerstören. Und das geht natürlich alles nur, wenn man sich diese vom Leibe hält ^^ Wer dann die Flagge aufsetzt und bis zum Ende des Krieges hält, ist der neue Castleowner.

Selbstverständlich ist die Pyramide und va die Flagge sehr gut verteidigt – es ist zur Zeit fast nicht möglich, auf die Pyramide zu kommen, egal, welches Level man hat, da Pussy und ihre Allianzen dort oben einfach in der Überzahl sind.

 

Die Pyramide, die erstürmt werden muss

Mit höherem Level kann man auch richtig was bewirken. Während ich mit Lvl 40 mehr tot als lebendig am Krieg teilgenommen habe, ist es jetzt, mit Lvl 50 und mehr, nicht mehr so einfach, mich zu töten, und ich bin eine viel größere Gefahr auch für andere geworden. Ein tolles Gefühl 😀

Tore angreifen, um sich Zugang zum Castle zu verschaffen

Angreifer und Verteidiger.. nur ein kleiner Teil aller Spieler

Meine Chars Ripley und Lucyda

Ripley mit Lvl 50-Skill “Focus Shot”

Ich selber spiele seit Mitte Februar 2005 Kal und bin ca 2 oder 3 Wochen später in unsere Gilde HotaruKenbutsu eingeladen worden. Dort bin ich seit April 2005 Subleader.

Mein Char ist ein Archer – habe gleich die richtige Wahl getroffen, bin als Archer sehr zufrieden 😀 Knight könnte ich mir gar nicht vorstellen zu spielen, Mage vielleicht noch, aber ich fühl mich als Archer eigentlich sehr wohl ^^

Inzwischen bin ich Level 51 (Stand: 4. Juli 2005), trage volle G46-Rüstung und benutze einen G48-Bogen.

Mit dem Level bin ich zwar nicht in den Top 100 der Kal-Spieler (Einstieg ist derzeit bei Lvl 53 – höchstes Lvl im Spiel ist Lvl 60), aber ich gehöre schon eher zu den Highlevels ^^

Dieses Level zu erreichen hat aber wirklich Unmengen Spielstunden verschlungen – jeden Tag mehrere Stunden pures Leveln, und zur Entspannung danach noch shoppen gehen oder irgendwas Spaßiges machen wie Assassin spielen, Assassins jagen, sich mit anderen Leuten duellieren oder unterhalten oder große böse Monster “einsammeln” (luren) und irgendwohin bringen, wo sie nicht hinsollten – was dann zu Massensterben führt.

Ripley mit seeehr exklusiven Shorts

Am 7.07.2005 habe ich abends in einer Zweierparty mit einer Heil-Mage aus unserer Gilde zusammen bei den Gigantic Species Shock Troopers Archer G50 Shorts (siehe Bild rechts) gefunden – ein absoluter Glücksfall ^^ Kenne bisher nur einen einzigen anderen Archer ausser mir, der diese Shorts trägt. G50 ist eben doch immer noch recht selten und sehr viel Geld wert – wenn ich sie verkaufen würde, könnte ich im Moment sicher 20 Millionen dafür bekommen. Aber lieber behalte ich die Shorts als Statussymbol ^^

So viele Leute haben mich seitdem wegen der Shorts angesprochen – von Neid über Mitfreude bis “how much for this shorts”? ist alles drin 😀

Ripley mit G50-Bogen

Update vom 13.09.2005: gibt ein paar kleinere oder größere Neuigkeiten.
1) Vor ca. 3 Wochen hab ich meine g50-Shorts (siehe oben) verkauft. War zwar sehr stolz drauf, aber rational gesehen bringen einem solche Shorts weniger als eine wirklich gute Waffe ^^ Und so eine habe ich mir für das Geld gekauft: einen g50 Standard-Bogen mit ziemlich tollen Stats:

+15 StrenghtenedSteely Steel Bow [12] +4 otp

Der gibt mir zwar weniger Agility als der alte Bogen, macht aber mehr Grundschaden (wichtig fuer 2 Skills) und trifft viel oefters durch mehr OTP.
Demnächst soll ein neuer Dungeon ins Spiel eingebaut werden, ich hoffe, dass ich (und alle anderen Gildenmembers) dadurch schnell (wieder) an neue g50-Sachen kommen ^^

2) Ich level zwar ziemlich langsam in den letzten Wochen, hab aber inzwischen doch endlich fast die 55 erreicht. In wenigen Tagen werd ich Levelup haben. Das letzte ist schon ca 4 Wochen her, so langsam wirds mal wirklich Zeit ^^

Neue Frisur

3) Ausserdem läuft jetzt im Moment ein Event, durch das man einmalig das Aussehen seines Chars (Gesicht + Frisur) verändern kann. Gesicht hatte mir immer gut gefallen, das hab ich gelassen, aber über die Frisur habe ich mich oft geärgert, weil ich die Standard-Frisur aller Archer genommen hatte und die denkbar langweilig ist. Jetzt sieht mein Char viel besser aus ^^ Das Ergebnis des Friseurbesuchs seht ihr rechts ^^

Mage Lucyda mit G53 Stick und G50 Klamotten

Lucyda und G55 Shorts

Update vom 14.08.2011: Lange ists jetzt her seit ich Kal angefangen habe. Ende 2005 oder Anfang 2006 haben Saph und ich aufgehört zu spielen und unsere Gildenmitglieder “in die Freiheit” entlassen.

Da ich aber auch weiterhin an Kal hing, habe ich seitdem immer mal wieder neu angefangen für ein paar Wochen zu spielen – statt meinem Archer Ripley aber den Mage Lucyda (Eis-Hermit), den ich Mitte 2005 zum Spaß erstellt hatte. Lucyda hat es bis Januar 2009 auf Level 54 geschafft (während Ripley auf 57 gekommen ist) und trug voll G50 und einen G53 Stick, siehe links. Zwischen Anfang 2009 und bis vor zwei Wochen (2011) habe ich aber eine Kal-Pause gemacht. Leider ist mein gesamtes Equipment auf allen Chars während dieser langen Zeit gelöscht worden, aber ich arbeite mich mit Lucyda wieder neu hoch, zum heutigen Stand habe ich clean G46 Zeugs, einen low pimped Single Stick und: wuhu! – clean G55 Shorts, siehe rechts ^^

Die Kal-Community hat sich nicht geändert, unter anderem deswegen komme ich immer wieder zu Kal zurück. Es gibt einfach total freundliche Leute, die einem weiterhelfen, und daneben aber auch unmögliche Typen, die einen totluren wollen, dabei selber draufgehen und dann dreist nach Revive fragen. Rein Community-technisch gibt es kein spaßigeres Spiel.. ^^ Ich bin gespannt, wie weit ich mit Lucyda noch komme. Eigentlich war das Ziel immer 56 für Ice Restriction ^^

Zusammenfassung
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KalOnline
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