Pessimismus zahlt sich aus!

Gestern vormittag war ein seltenes Phänomen am Himmel zu sehen. Es leuchtete sehr hell und führte dazu, dass alles, was draußen so kreucht und fleucht, einen Schatten warf. Ich konsultierte die alten Schriften und fand heraus, dass das unbekannte, helle und wärmespendende Objekt „Sonne“ genannt wurde. Sie strahlte gestern zudem auch Optimismus aus. „Komm, lass deine Jacke zu Hause, es ist schön und warm draußen!“. Fast hätte sie mich überzeugt. Auch die Wettervorhersage sprach von einem niedrigen Regenrisiko. Aber wer glaubt schon an das Gute. Die Welt ist böse, kalt und hinterlistig. Also lief ich bei schönstem Frühlingswetter in meiner Regenjacke herum, während im Prinzip alle anderen Menschen in bunter Sommerkleidung die Sonne genossen.

Am Nachmittag wurde es dunkler. Um 4 fing es an zu schütten. Um 5 verließ ich das Büro und kam trockenen Fußes zur Bushaltestelle. Die anderen Leute in Sandalen und kurzen Hosen drängten sich unter Bäumen zusammen, mit dem Ziel möglichst nicht nass zu werden – mit mäßigem Erfolg. Normalerweise ist dauerschlechtes Wetter kein Grund zur Freude, aber dieses eine Mal musste ich doch grinsen. Manchmal haben die Pessimisten eben doch recht ^^

Es gibt jedoch auch wirklich Gutes zu berichten. Ich fuhr gestern abends vom Wikingertreffen nach Hause. Im Prinzip ist von der Autobahn bis fast zu Hause eine 70km-Zone, aus nicht erkennbaren Gründen, und das sind so einige Kilometer (so etwa 20). Ich kann da gar nichts für, wenn da eine gerade Strecke vor mir ist und kein Hindernis irgendeiner Art, dann fahre ich eher 90 oder 100 statt 70… Plötzlich blitzte beim entgegenkommenden Auto die Lichthupe. Ich war mir nichtmal sicher, ob ich das wirklich gesehen hatte oder ob der nur über einen Hubbel gefahren ist, so dass es für mich kurz heller wurde. Jedenfalls sofort auf die Bremse und mit erhöhter Aufmerksamkeit in die Büsche geschielt. Ein Van mit schwarzen Fenstern hatte sich ganz lame hinter Bäumen verschanzt und man konnte gut die Kabel zu 3 winzig kleinen Blitzern am Straßenrand sehen – fein in olivgrün die kleinen Kästen, man will ja Geld verdienen. Diesmal nochmal davon gekommen. Trotzdem beunruhigende Tendenz. Werde mein Auto besser möglichst häufig in Ruhe lassen erstmal.

Ach wie schön es ist, dem Regen draußen zuzuschauen. Der Mai ist gekommen!

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