Über Nachrichten, die keine sind

Mir geht es heute um Spoilerkultur und besonders um Online-Berichterstattung – und zwar wie immer natürlich absolut spoilerfrei! :D Dass TV-Serien inzwischen längst kein Verbotene-Liebe-Soap-Opera-Hausfrauen-Thema mehr ist, sondern Millionen Fans an sich binden können, ist spätestens seit Game of Thrones klar. Da fiebern derart viele Menschen mit, dass bei neuen Episoden Server wegen zu vieler Zugriffe überlastet werden, während Pornoseiten zur Ausstrahlung der Premiere Einbrüche der Zugriffszahlen verzeichnen. Die Nachfrage nach so einem Produkt ist hoch, so dass nicht nur die Pay-TV-Sender, die diese Serien anbieten, daran verdienen, sondern auch der Merchandise-Markt und nicht zuletzt auch die Onlinesparten seriöser Nachrichtenmagazine. Berichterstattung über fiktive Ereignisse – wo kommt man da hin? Und darauf gehe ich jetzt genauer ein. In Zeiten, in denen Besucherklicks in Geld umgerechnet werden können, geht es darum, möglichst viele Besucher zu sich zu holen. Und das geht kaum einfacher als bei einem derart populären Thema wie einer …

„Unheimliches Phänomen“ – Dämlicher Artikel incoming!

Dieser sonnige Sonntagmorgen wird mir versüß-bittert durch die Lektüre dieses seriösen, in der Kategorie „Wissenschaft“ veröffentlichten Artikels auf welt.de: Unheimliches Phänomen – „Schwarzer Mond“ verdunkelt Nacht zu Halloween. Ein gutes Beispiel für „Ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll“. Wie armselig und traurig es ist, so einen Artikel veröffentlichen zu müssen, als ob es nichts Spannenderes gäbe, über das man berichten könnte. Oben drüber steht, dass es drei Minuten dauert, diesen Schmarrn zu lesen – man sollte das Magazin für den Diebstahl von Lebenszeit in Grund und Boden verklagen. Andererseits ist es schon fast bewundernswert, wie die Autorin aus dem monatlichen Neumond zusammen mit einer blöden Kalenderspielerei ein „unheimliches Phänomen“, ein „seltenes Naturschauspiel“ und eine „Verdunklung der westlichen Hemisphäre“ ableitet und dazu auch noch den deswegen befürchteten Weltuntergang unterbringt. Bravourös! Der Wahnsinn greift um sich, manchmal möchte man den Planeten Erde und seine Einwohner einfach verlassen und lieber …

„Endlich habe ich mehr Zeit für die Familie“ – Werbung now and then

PEARL druckt gern solch hochwertige Glanzstücke nach dem gleichen Schema: Glückliche, nett anzuschauende junge (Messe-)Dame, die irgendein elektronisches Gerät präsentiert. Dieses hier finde ich ganz besonders schön :D In diesem Beitrag werfe ich mal einen Blick auf Frauen in Werbung und Werbung für Frauen.

Paris, Brüssel, Krieg und Verderben – Die Welt ist ein Irrenhaus

Schon wieder ein Anschlag, diesmal in Brüssel. Terroranschläge schüren nicht nur die Angst davor, große Städte und Veranstaltungen zu besuchen, sie bewirken, dass Krieg und Gewalt mitten im konsumverwöhnten Europa gegenwärtig wird. Während uns die Vorgänge im Nahen Osten, in vielen afrikanischen Ländern, und wo sonst noch überall (Bürger-)krieg herrscht, bestenfalls peripher empören („Der IS zerstört Weltkulturerbe!!!11“) – oder wenn es darum geht, die davor Fliehenden unterzubringen, passieren Terroranschläge mitten in unserem behüteten Leben. Vielleicht ist es für uns eine Art Weckruf oder auch ein Wink, mal wieder zu schauen, wie es da läuft, wo die Terroristen herkommen. Man denkt sich dann, dass man doch was tun muss.. Aber was?

„Finden Sie Ihren eigenen Millionenschatz!“

Pierre bekommt regelmäßig den Katalog von Kotte-Zeller („Ausrüstung für Abenteurer“) zugeschickt. Hier haben wir im aktuellen Katalog eine Seite gefunden, die mir die Galle aufsteigen lässt. Es werden Metallsuchgeräte angeboten, mit denen man Metallgegenstände im Boden finden kann. Klingt ja erstmal toll, wer wollte als Kind nicht mal einen Piratenschatz finden, und aus Indiana Jones wissen wir ja auch, was für tolle Sachen man ausgraben kann. Wir finden einen Schatz und werden reich! Genau darauf zielt diese Werbeseite ab.

Dreist am Telefon

Es klingelt das Telefon. 0800er-Nummer, also irgendeine blöde Umfrage, oder schlimmer noch: Werbung. Ich gehe trotzdem ran. Mann: „Hallo, hier Herr X von 1&1 Telefon-Dings. Sie haben einen Festnetzanschluss bei uns.“ Ich: „Stimmt.“ Mann: „Warum haben Sie denn noch nicht unsere günstigen Mobilfunktarife ausprobiert?“ WTF, die haben mich mit Mails schon regelrecht zubombardiert, bis ich den Werbenewsletter endlich abbestellt habe, und jetzt rufen die hier an und er fragt nicht, ob ich Interesse habe, sondern warum ich diesen blöden Tarif nicht habe? Muss ich mich dafür rechtfertigen? oO Ich: „Das find ich jetzt aber dreist.. Ich habe schon einen Handytarif und bin damit zufrieden und habe kein Interesse zu wechseln.“ Mann: „Das finden Sie dreist?“ Ich: „Ja, das finde ich dreist, Sie rufen an und fragen WARUM ich ihn noch nicht habe?“ Mann: „Gut, dann bin ich jetzt auch dreist“ *legt auf* Hu :D Das erste Mal, dass ich es …

Von Preisanpassungen und Umweltvorgaben

Und wieder einmal muss ich mich über eine Haushaltsgeschichte ärgern… Irgendwie ärgere ich mich zu oft :/ Diesmal geht es nicht um Internet, Telefon, Drucker oder Handwerker, sondern um den Strom. Das ist jetzt vielleicht etwas trocken, aber wenn man sich das genauer anschaut, erkennt man eine himmelschreiende Dreistigkeit. Hier erst eine bereits verjährte Geschichte aus Dezember/Januar. Aber der Vollständigkeit halber bringe ich sie trotzdem noch ^^

BesucherInnen, MenschInnen, HundeInnen?

Arrgh. Habe heute mal wieder eine geballte Ladung Gendercorrectness an die Birne geknallt bekommen. Emanzipation ist ja schön und gut, aber muss das wirklich so irrsinnig aussehen? Eine Kommilitonin hielt heute ein Referat über Ausstellungsgestaltung und sagte immer wieder „Besucherinnen und Besucher„. Wenn die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung betreten und sich nach links wenden .. Normalerweise bin ich der größte Verteidiger (ha! Absichtlich Maskulinum verwendet) von präzisen Ausdrücken und klarem Satzbau. Aber im Plural kann man doch wirklich bitte darauf verzichten! Der Plural umfasst mehrere Menschen (oder Tiere) und beschreibt diesen Kreis ansich und nicht die enthaltenen Geschlechter – das ist auch viel zu unpräzise, aus „BesucherInnen“ oder „Besucherinnen und Besuchern“ geht ja auch gar nicht hervor, ob es 20 Männer und eine Frau sind oder gleich viele gemischt, oder vielleicht sind auch nur weibliche Besucher(INNEN -.-) da? Das ist in dem Moment sowas von vollkommen irrelevant. Wieso muss …

Kinderklassiker „aktualisieren“..

Zu Beginn des Jahres ging durch die Nachrichten, dass klassische Kinderbücher wie „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler hinsichtlich heute rassistisch erachteter Wörter neu bearbeitet werden sollen. Worte wie „Neger“ sollen gestrichen werden. Als ich das erste mal davon las, dachte ich erst leicht negativ angehaucht „mmmmmh“. Warum mir das missfiel, erkannte ich erst später. Auf Facebook schrieb Martin Sonneborn, Parteivorsitzender der PARTEI und großartiger Satiriker, dass man doch dann eigentlich auch Hitlers „Mein Kampf“ umschreiben müsse/könne, um es weniger rassistisch zu gestalten.

Neuer Nebenjob – Offensichtliches Ausnutzen

Ich arbeite seit gestern in einem Schreibwarenladen in der Heidelberger Altstadt, dessen Namen ich eher nicht nenne. Ist alles nicht so das Wahre. Gut, dass es nicht viel Geld gibt, hatte ich eigentlich befürchtet und das ist jetzt auch so. Bin als kassierende Aushilfe angestellt. Der Job ansich ist okay, kassieren eben – denk mal, wenn ich da mehr drin bin, ist es nicht mehr so stressig. Leider ist die Firmenpolitik nicht auf „Mitarbeiter motivieren“ gerichtet (also mehr zahlen, kulanter sein, angenehmes Klima), sondern auf „Mitarbeiter möglichst viel ausnutzen und wenn sie nicht mehr mitmachen eben den nächsten billigen Dummen einstellen“.

Was ist von einem Kindle zu halten?

Irgendwie kommen diese e-Book-Reader wie der Kindle von Amazon ja immer mehr in Mode.. Was soll man davon halten? Als ich so ein Teil zum ersten Mal gesehen hab, dachte ich gleich dass ich sofort eins kaufen muss, und das ist jetzt schon seine paar Jährchen her und habe immer noch keinen :D Bin innerlich total zerrissen :/ Einerseits bin ich ja so ein Technikspielerei-Suchti und der Kindle ist ja auch wirklich toll. Lässt sich super lesen, Akku hält ewig und fast überall neue Bücher direkt auf das Gerät runterladen. Toll. Andererseits … Es gibt Dinge im Leben, wo die eigene Antiquiertheit angebracht ist. Man muss doch Bücher zu Hause stehen haben! Sie verschönern die Wohnung, man kann die Nase reinstecken und das Papier riechen, die Buchrücken bringen Farbe ins Leben und es ist doch toll, wie die Sammlung sich immer mehr vergrößert. 

Ein Elend mit 1&1…

Da dachte ich doch wirklich, dass ich diesmal nach dem Alice-Fiasko einen Glücksgriff mit dem DSL-Provider getan hätte. Das 1&1-DSL war hier in der neuen Wohnung schon einen Tag vor offiziellem Vertragsbeginn einsatzbereit. Das büße ich jetzt seit Mittwoch vorletzte Woche, als DSL abends vob einem Moment auf den anderen aufhörte für mich zu existieren. PPPoE-Fehler: Zeitüberschreitung, meldete mir meine Fritzbox. Nix zu machen, kein Internet und kein Festnetz mehr für mich, am nächsten Tag ne Störung gemeldet und erstmal glücklich internetfrei aufs Sofa gelegt. Am Samstag dann erhielt ich eine SMS, dass ein Techniker kommen müsse, man drückte mir den Dienstag 14-20 Uhr aufs Auge, ob ich da bin oder nicht. Ich schaffte es also, um 20 nach 2 Dienstags zu Hause zu sein und wartete und wartete und wartete. Kein Techniker. Erbost rief ich um 20:05 mal wieder die Hotline an. „Tja, keine Ahnung warum er nicht kam“, …