Alarm, Alarm, einmalig! Der Frostmond!

Und wieder sehe ich mich gezwungen, auf einen völlig sinnbefreiten Artikel hinzuweisen: Eisiger Glanz: Diese Woche kommt der FROSTMOND! Da steht man morgens auf, wirft unbedacht einen vorsichtigen Blick ins Internet und sieht sich – kurz nach dem „unheimlichen Phänomen schwarzer Mond“ – schon wieder (!) mit himmelschreiendem Blödsinn konfrontiert. brigitte.de gehört eigentlich nicht zu den Seiten, die ich als erstes (oder überhaupt jemals) anschaue, aber auf einer News-Seite wurde auf den Artikel verlinkt. Ich habe mir erlaubt, einen Teil des Artikels zu screenshotten und ein bisschen drauf rumzumalen. Ja, das kostet alles Zeit, genau, wie jetzt darüber zu schreiben, aber ich kann einfach nicht anders..

blau.de – Information und Service Fehlanzeige..

Ist ja schon ewig her, dass ich mich zuletzt mal über die Geschäftspraktiken eines Unternehmens aufgeregt habe, daher wird es mal wieder Zeit. Diesmal trifft es meinen Mobilfunkanbieter blau.de. Die haben zwar nicht aktiv was verbockt, mein Handynetz funktioniert tadellos, aber es gibt andere Wehwehchen, wie schlechte Informationspolitik und noch schlechtere Kontaktmöglichkeiten. Hier ein kurzer Bericht dazu.

Über Nachrichten, die keine sind

Mir geht es heute um Spoilerkultur und besonders um Online-Berichterstattung – und zwar wie immer natürlich absolut spoilerfrei! :D Dass TV-Serien inzwischen längst kein Verbotene-Liebe-Soap-Opera-Hausfrauen-Thema mehr ist, sondern Millionen Fans an sich binden können, ist spätestens seit Game of Thrones klar. Da fiebern derart viele Menschen mit, dass bei neuen Episoden Server wegen zu vieler Zugriffe überlastet werden, während Pornoseiten zur Ausstrahlung der Premiere Einbrüche der Zugriffszahlen verzeichnen. Die Nachfrage nach so einem Produkt ist hoch, so dass nicht nur die Pay-TV-Sender, die diese Serien anbieten, daran verdienen, sondern auch der Merchandise-Markt und nicht zuletzt auch die Onlinesparten seriöser Nachrichtenmagazine. Berichterstattung über fiktive Ereignisse – wo kommt man da hin? Und darauf gehe ich jetzt genauer ein. In Zeiten, in denen Besucherklicks in Geld umgerechnet werden können, geht es darum, möglichst viele Besucher zu sich zu holen. Und das geht kaum einfacher als bei einem derart populären Thema wie einer …

„Unheimliches Phänomen“ – Dämlicher Artikel incoming!

Dieser sonnige Sonntagmorgen wird mir versüß-bittert durch die Lektüre dieses seriösen, in der Kategorie „Wissenschaft“ veröffentlichten Artikels auf welt.de: Unheimliches Phänomen – „Schwarzer Mond“ verdunkelt Nacht zu Halloween. Ein gutes Beispiel für „Ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll“. Wie armselig und traurig es ist, so einen Artikel veröffentlichen zu müssen, als ob es nichts Spannenderes gäbe, über das man berichten könnte. Oben drüber steht, dass es drei Minuten dauert, diesen Schmarrn zu lesen – man sollte das Magazin für den Diebstahl von Lebenszeit in Grund und Boden verklagen. Andererseits ist es schon fast bewundernswert, wie die Autorin aus dem monatlichen Neumond zusammen mit einer blöden Kalenderspielerei ein „unheimliches Phänomen“, ein „seltenes Naturschauspiel“ und eine „Verdunklung der westlichen Hemisphäre“ ableitet und dazu auch noch den deswegen befürchteten Weltuntergang unterbringt. Bravourös! Der Wahnsinn greift um sich, manchmal möchte man den Planeten Erde und seine Einwohner einfach verlassen und lieber …

„Endlich habe ich mehr Zeit für die Familie“ – Werbung now and then

PEARL druckt gern solch hochwertige Glanzstücke nach dem gleichen Schema: Glückliche, nett anzuschauende junge (Messe-)Dame, die irgendein elektronisches Gerät präsentiert. Dieses hier finde ich ganz besonders schön :D In diesem Beitrag werfe ich mal einen Blick auf Frauen in Werbung und Werbung für Frauen.

Paris, Brüssel, Krieg und Verderben – Die Welt ist ein Irrenhaus

Schon wieder ein Anschlag, diesmal in Brüssel. Terroranschläge schüren nicht nur die Angst davor, große Städte und Veranstaltungen zu besuchen, sie bewirken, dass Krieg und Gewalt mitten im konsumverwöhnten Europa gegenwärtig wird. Während uns die Vorgänge im Nahen Osten, in vielen afrikanischen Ländern, und wo sonst noch überall (Bürger-)krieg herrscht, bestenfalls peripher empören („Der IS zerstört Weltkulturerbe!!!11“) – oder wenn es darum geht, die davor Fliehenden unterzubringen, passieren Terroranschläge mitten in unserem behüteten Leben. Vielleicht ist es für uns eine Art Weckruf oder auch ein Wink, mal wieder zu schauen, wie es da läuft, wo die Terroristen herkommen. Man denkt sich dann, dass man doch was tun muss.. Aber was?

„Finden Sie Ihren eigenen Millionenschatz!“

Pierre bekommt regelmäßig den Katalog von Kotte-Zeller („Ausrüstung für Abenteurer“) zugeschickt. Hier haben wir im aktuellen Katalog eine Seite gefunden, die mir die Galle aufsteigen lässt. Es werden Metallsuchgeräte angeboten, mit denen man Metallgegenstände im Boden finden kann. Klingt ja erstmal toll, wer wollte als Kind nicht mal einen Piratenschatz finden, und aus Indiana Jones wissen wir ja auch, was für tolle Sachen man ausgraben kann. Wir finden einen Schatz und werden reich! Genau darauf zielt diese Werbeseite ab.

Freude mit Volumen und Drosselung

Es ist aber auch ein Krampf! Seit 11 langen Jahren bin ich mit meinem Handy treue O2-Kundin und war dabei auch wirklich immer zufrieden. Und ich wäre es auch jetzt noch. Da telefonieren böse ist und SMS total out hat es mir immer gereicht einen „Prepaid“-Tarif zu haben. Sprich: Keine Grundgebühr, dafür nicht unbedingt günstig telefonieren (WENN man denn mal telefoniert). Gezahlt wird per Rechnung – also kein lästiges Prepaid-Aufladen oder so. Als ich dann vor einiger Zeit endlich ein Smartphone kaufte, buchte ich noch ein Internet-Pack dazu: 10 EUR/Monat für Internet-Flatrate auf dem Handy. Da sind 300 MB Volumen dabei, d.h. man versurft pro Monat 300 MB mit schneller Datenübertragung, danach kommt GPRS-Geschwindigkeit, also Hahn zu, da tröpfelt höchstens noch was. All die schönen Sachen, die das Leben schöner machen (auf der 40minütigen Busfahrt in die Stadt), wie Nachrichten schauen, Facebookeinträge lesen, irgendwas googeln oder lesen, unsinnige Fotos per …

Dreist am Telefon

Es klingelt das Telefon. 0800er-Nummer, also irgendeine blöde Umfrage, oder schlimmer noch: Werbung. Ich gehe trotzdem ran. Mann: „Hallo, hier Herr X von 1&1 Telefon-Dings. Sie haben einen Festnetzanschluss bei uns.“ Ich: „Stimmt.“ Mann: „Warum haben Sie denn noch nicht unsere günstigen Mobilfunktarife ausprobiert?“ WTF, die haben mich mit Mails schon regelrecht zubombardiert, bis ich den Werbenewsletter endlich abbestellt habe, und jetzt rufen die hier an und er fragt nicht, ob ich Interesse habe, sondern warum ich diesen blöden Tarif nicht habe? Muss ich mich dafür rechtfertigen? oO Ich: „Das find ich jetzt aber dreist.. Ich habe schon einen Handytarif und bin damit zufrieden und habe kein Interesse zu wechseln.“ Mann: „Das finden Sie dreist?“ Ich: „Ja, das finde ich dreist, Sie rufen an und fragen WARUM ich ihn noch nicht habe?“ Mann: „Gut, dann bin ich jetzt auch dreist“ *legt auf* Hu :D Das erste Mal, dass ich es …

Von Preisanpassungen und Umweltvorgaben

Und wieder einmal muss ich mich über eine Haushaltsgeschichte ärgern… Irgendwie ärgere ich mich zu oft :/ Diesmal geht es nicht um Internet, Telefon, Drucker oder Handwerker, sondern um den Strom. Das ist jetzt vielleicht etwas trocken, aber wenn man sich das genauer anschaut, erkennt man eine himmelschreiende Dreistigkeit. Hier erst eine bereits verjährte Geschichte aus Dezember/Januar. Aber der Vollständigkeit halber bringe ich sie trotzdem noch ^^

BesucherInnen, MenschInnen, HundeInnen?

Arrgh. Habe heute mal wieder eine geballte Ladung Gendercorrectness an die Birne geknallt bekommen. Emanzipation ist ja schön und gut, aber muss das wirklich so irrsinnig aussehen? Eine Kommilitonin hielt heute ein Referat über Ausstellungsgestaltung und sagte immer wieder „Besucherinnen und Besucher„. Wenn die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung betreten und sich nach links wenden .. Normalerweise bin ich der größte Verteidiger (ha! Absichtlich Maskulinum verwendet) von präzisen Ausdrücken und klarem Satzbau. Aber im Plural kann man doch wirklich bitte darauf verzichten! Der Plural umfasst mehrere Menschen (oder Tiere) und beschreibt diesen Kreis ansich und nicht die enthaltenen Geschlechter – das ist auch viel zu unpräzise, aus „BesucherInnen“ oder „Besucherinnen und Besuchern“ geht ja auch gar nicht hervor, ob es 20 Männer und eine Frau sind oder gleich viele gemischt, oder vielleicht sind auch nur weibliche Besucher(INNEN -.-) da? Das ist in dem Moment sowas von vollkommen irrelevant. Wieso muss …

Kinderklassiker „aktualisieren“..

Zu Beginn des Jahres ging durch die Nachrichten, dass klassische Kinderbücher wie „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler hinsichtlich heute rassistisch erachteter Wörter neu bearbeitet werden sollen. Worte wie „Neger“ sollen gestrichen werden. Als ich das erste mal davon las, dachte ich erst leicht negativ angehaucht „mmmmmh“. Warum mir das missfiel, erkannte ich erst später. Auf Facebook schrieb Martin Sonneborn, Parteivorsitzender der PARTEI und großartiger Satiriker, dass man doch dann eigentlich auch Hitlers „Mein Kampf“ umschreiben müsse/könne, um es weniger rassistisch zu gestalten.

Neuer Nebenjob – Offensichtliches Ausnutzen

Ich arbeite seit gestern in einem Schreibwarenladen in der Heidelberger Altstadt, dessen Namen ich eher nicht nenne. Ist alles nicht so das Wahre. Gut, dass es nicht viel Geld gibt, hatte ich eigentlich befürchtet und das ist jetzt auch so. Bin als kassierende Aushilfe angestellt. Der Job ansich ist okay, kassieren eben – denk mal, wenn ich da mehr drin bin, ist es nicht mehr so stressig. Leider ist die Firmenpolitik nicht auf „Mitarbeiter motivieren“ gerichtet (also mehr zahlen, kulanter sein, angenehmes Klima), sondern auf „Mitarbeiter möglichst viel ausnutzen und wenn sie nicht mehr mitmachen eben den nächsten billigen Dummen einstellen“.