Im Dunstkreis von McDonalds

„Um Gottes Wuin“, so lautet die Zusammenfassung der gestrigen Schicht bei McDonalds von 18-24 Uhr in Bully Herbigs Worten. Allerdings nicht allzu verwunderlich: Samstag Abend und dazu Heidelberg im Aufruhr wegen eines 400jährigen Jubiläums (Hochzeit des Kurfürsten Friedrich V. mit Elizabeth Stuart) und dazugehöriger Schlossbeleuchtung und Feuerwerk. Man könnte also davon ausgehen, dass das eine oder andere Fass Alkohol konsumiert wurde an diesem Abend. Das bestätigen auch meine Beobachtungen gestern. Nachfolgend ein Erfahrungbericht dessen, was man so erlebt, wenn man Samstag nachts in einer McDonalds-Filiale in der Stadtmitte arbeitet. Lachen oder weinen? :D

Ein Schokomuffin aus Schokomuffinatomen, schokomuffinig hergestellt

Habe bei Mäcces heute 5 Stunden Müll sortiert und durfte dann wegen vielen Gästen auch kurz bei McCafé mitmachen. Sogleich konfrontierte mich ein hiphoppig aussehender Gast mit umgedrehter Mütze mit einer wichtigen Frage, die ihm auf der Zunge brannte. „Was ist das hier? Dieser Schokomuffin?“ – „Ein Schokomuffin.“ – „Ah ok, den nehm ich“ .. Glücklicherweise konnte ich 10 Minuten später für weitere 50 Minuten wieder Müll sortieren gehen, solche Dialoge überfordern mich einfach.

Vom Exorzismus und magischen Relikten

Dieser Tag hätte schwer in die Hose gehen können. Jedenfalls schaute ich ihm seit Montag voller Unbehagen entgegen. Und ich stelle fest, die Welt ist noch immer voller Zauberei und magischen Gegenständen. Man muss nur genauer hinschauen :D Folgende Verse berichten vom Kampf der Novizin Lucyda gegen einen bösartigen Dämon. Die Worte sind zwar kaum zu verstehen, aber glücklicherweise enthielt der zerfledderte Band auch eine Übersetzung des Originaltextes.

Sprachlicher Horror

Diese nebenstehende Abscheulichkeit präsentierte sich mir heute bei der Frühstückslektüre (Edeka-Wochenwerbezeitschriftdings). Die Passagen, um die es mir hier geht, habe ich mir erlaubt ein wenig hervorzuheben. Ich zähle ganze 8 (in Worten: acht) grässliche geschlechtsneutrale Wortvergewaltigungen. Wenn ich diese Anzeige erstellt hätte würde ich mich in Grund und Boden schämen. Wo bleibt denn da der Lesefluss? Und vor allem: wie abartig sieht das denn aus? Maßgeblich abartig mindestens. Oh du armes Deutschland. .. Ganz davon abgesehen, dass dieser Text irgendwie so gar nicht spannend ist. Ich bleibe bei Historiker….in. Um noch eine weitere Absurdität anzuführen: dass mit dem Lesefluss und dem wirklich impertinenten Aussehen dachte sich offensichtlich auch die Uni Leipzig, die in die Offensive gegangen ist, um den /innen bzw. Innen-Horror ein für allemal zu beerdigen: „Künftig sollen auch männliche Professoren als ‚Herr Professorin‘ tituliert werden.“ Na wenn das nicht ein gewaltiger Schritt für die deutsche Sprache ist .. …

Pessimismus zahlt sich aus!

Gestern vormittag war ein seltenes Phänomen am Himmel zu sehen. Es leuchtete sehr hell und führte dazu, dass alles, was draußen so kreucht und fleucht, einen Schatten warf. Ich konsultierte die alten Schriften und fand heraus, dass das unbekannte, helle und wärmespendende Objekt „Sonne“ genannt wurde. Sie strahlte gestern zudem auch Optimismus aus. „Komm, lass deine Jacke zu Hause, es ist schön und warm draußen!“. Fast hätte sie mich überzeugt. Auch die Wettervorhersage sprach von einem niedrigen Regenrisiko. Aber wer glaubt schon an das Gute. Die Welt ist böse, kalt und hinterlistig. Also lief ich bei schönstem Frühlingswetter in meiner Regenjacke herum, während im Prinzip alle anderen Menschen in bunter Sommerkleidung die Sonne genossen.

Sklavenverleih Mediamarkt

Meine Wikingergruppe hat heute ein paar Leute abgestellt, die am verkaufsoffenen Sonntag beim Mediamarkt herumgestiefelt sind und Stimmung gemacht haben. Es fand auch ein Sklavenverleih statt. Natürlich alles für einen guten Zweck, der Erlös kommt einem örtlichen Kindergarten zugute :D Musste leider früh wieder weg wegen arbeiten, konnte bis dahin aber lecker warmen Met abgreifen und dabei das Sklavengehege von innen begutachten.

Oops, I did it again

Jepp. Wir erinnern uns an meine Verkehrsordnungswidrigkeit, die ich am 5.04. diesen Jahres böswillig bei Marburg begangen habe. Da setz ich noch einen drauf. So, bitte aufpassen und nicht lachen: es war eine Stunde und eine Minute später, als Recht und Gesetz wieder zuschlugen. Bilanz der zweiten verbrecherischen Schändlichkeit (in Ciceros Worten): – kein schönes Wappen auf dem Briefkopf – noch schlechter erkennbares Foto … – … zum höheren Preis, 80 Euro + 23,50 Euro Gebühren (dafür dass ich die Strafe bezahle) – 3 Punkte in einer grenznahen norddeutschen Stadt

Verkehrsordnungswidrigkeit und Landesverrat

Während meiner Reise in den Norden vor wenigen Wochen machte ich jede Menge Fotos. Als Kamerafrau bin ich da natürlich nicht selber drauf, diesen Mißstand hat für mich dankenswerterweise jedoch die Universitätsstadt Marburg behoben. Hier ertappte man mich beim Begehen einer Verkehrsordnungswidrigkeit, namentlich beim Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 8 kmh (nach Toleranzabzug).

Unkontollierter Absturz

Soeben treffe ich zu Hause ein, nachdem ich erst bei McDonalds‘ den Abend habe ausklingen lassen und anschließend auf dem Heimweg brav die eine oder andere suizidgefährdete Kröte / Unke / Frosch / verwunschenen Prinzen (man weiss es ja nicht!) auf der Straße umrundet habe. Man ist leider nicht müde. Was tun?, sprach also Zarathustra. – Okay, bitte den letzten Satz streichen, der war flach. Es schlug bereits Mitternacht, die Lästerstunde war angebrochen! Es sei nun daher Folgendes mit heiserer Stimme berichtet. Nachdem ich mein McDonalds‘-Restaurant nach getaner Arbeit verlassen hatte, am belebten Bismarckplatz wehleidig auf den Bus wartete und trübsinnig auf all die Nachtmenschen blickte, schritt plötzlich eine auffällige junge Dame einher. Okay, schreiten darf man das nicht nennen, es handelte sich eher um eine Art stolpern oder humpeln, vermutlich bedingt durch die gefühlt kniehohen rosa High Heels, und zudem offensichtlich verbunden mit einsetzender Blasenbildung. Ernsthaft, schon vom Zusehen …

Bafög-Hexe Reloaded: Der nächste Coup

Nichtsahnend begann ich am Samstag morgen meinen freien Tag in schönstem Sonnenwetter zu genießen. Nichts konnte meine Stimmung trüben – so dachte ich -, da ja sich ja auch die Bafög-Sorge aufgelöst hatte (wir berichteten). Jedoch hatte ich meine Rechnung ohne die diabolische Fähigkeit der Bafög-Hexe gemacht, den von ihr abhängigen Studenten jederzeit und auch bei schönstem Wetter große Existenzängste einjagen zu können. Und so trudelte mittags, 10 Minuten vor meiner Abfahrt gen Tierheim (Bommel wollte nach einer Katze für sein trautes Heim schauen), ein Brief vom Bafögamt ein. „Jetzt schon ein Bescheid?“, dachte ich überrascht. So eine überlichtschnelle Geschwindigkeit ist man vom Bafögamt ja gar nicht gewohnt. Zurecht, denn es handelte sich mitnichten um einen Bafög-Bescheid.

Die Bafög-Hexe from hell

Folgendes trug sich seit anno domini 2011 im Bafög-Amt meines Vertrauens in Bezug auf die Akte „Lucyda“ zu. Ich beginne mit der Vorzeit und nähere mich am Schluss den heutigen Ereignissen an. Vor etwa genau zwei Jahresumläufen begab ich mich voller Naivität und Vertrauen mit meinem Bafög-Antrag zum entsprechenden Amt, in der Hoffnung auf eine rasche Bearbeitung und einen positiven Bescheid. Wie in jedem guten Krimi ging es um viel Geld. Die genauen Details dieser Frühzeit des Bafög-Dramas verschwinden bereits im Nebel der Vergessenheit, grob lässt sich die Geschichte jedoch noch rekonstruieren. An der Info-Theke, an der ich meinen Antrag abgab, traf ich erstmals auf die Bafög-Hexe from hell, im Folgenden „Bafög-Hexe“ genannt. Sie blätterte meinen Antrag durch, rügte mich für kleinere Versäumnisse und nahm mir im Grunde bereits die Hoffnung auf eine Bearbeitung in diesem Jahrhundert. Es war eine Dame, der man eine gewisse Freude daran anmerkt, anderen Leuten …

Abend zerstören leicht gemacht

Heute ist der letzte Tag des aktuellen Semesters. Morgen fängt das neue Semester an, ergo benötigt der busfahrende Student ein neues Semesterticket. Kein Problem soweit, kann man online bestellen und ausdrucken. KÖNNTE man ausdrucken, wenn der Drucker mitmachen würde. Tut er aber nicht. Irgendwie ist bei jedem Druckvorgang wieder eine neue Tintenpatrone leer. Auch kein Problem, man hat ja auf Vorrat bestellt, damit man in der Not profitiert. Also fix die Magenta-Patrone ausgetauscht. Was macht der Drucker?

Kassenkraft-Erfahrung

Die Filialleiterin meines Schreibwarenladens ist seit gestern krank – die einzige Vollzeitkraft im Laden. Da müssen die armen Aushilfen .. äh aushelfen :D Ich war gestern schon für 3,5 (bezahlte) + 1 (unbezahlte) Stunden da und heute eine weitere Stunde zusätzlich zu den 4,5h, die ich heute sowieso eingeteilt war. Aber ich habs da noch ganz gut getroffen – die zweite neue Aushilfe war gestern von 9 bis 16 Uhr eingeteilt, blieb aber tatsächlich bis halb 6. Wow, da würd mich der Horror überkommen. Meine offiziellen 5,5h heute waren schon hart an der Grenze zum Maximum, die ich im Laden an der Kasse stehen kann, und auch die längste Schicht, die ich bisher hatte. Sonst gabs immer „nur“ die Samstags-5h-Schichten, die ähnlich lang waren. Morgen die letzte Samstagsschicht in diesem Laden. Ich hab mich inzwischen halbwegs mit dem Laden arrangiert – obwohl ich nur noch glaube 2 Tage eingesetzt bin, …